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Die Entscheidung, eine Familienberatungsstelle aufzusuchen, kann unterschiedliche Ursachen haben, fast immer jedoch entsteht dieser Entschluss in einer persönlichen oder familiären Krisensituation, in der dringend Hilfe von aussen benötigt wird.

Zunächst einmal ist die Frage zu beantworten, welche Stellen Familienberatung anbieten, wie man diese findet und für welche Situationen die unterschiedlichen Familienberater die beste Option bieten. Sowohl staatliche als auch private Träger bieten eine Reihe an weitgehend kostenfreien Failienberatungsstellen an. Darüber hinaus gibt es psychologische Privatpraxen, die sich im Bereich der Familien- und Jugendberatung spezialisiert haben.

Staatliche Anlaufstelle oder privater Berater?

Die Frage, die sich zuallererst stellt ist also die , ob eine kostenfreie oder eine bezahlte Familienberatung gewünscht ist. Gut und speziell geschulte private Therapeuten können oft effiziente Hilfe leisten. Im Internet, Zeitungsannoncen oder auch Telefonverzeichnissen findet man Verzeichnisse von Familientherapeuten der jeweiligen Region. Ein erstes persönliches Gespräch gibt Aufschluss darüber, wie der Therapeut einen familiären Konflikt einordnet und wie er die Lösungschancen einschätzt.

Jedoch sind private Psychologen nicht für alle Arten von familiären Problemen eine mögliche Lösung. Sie können z.B. kaum von Jugendlichen selbst in Anspruch genommen werden, die für die Wahrung ihrer Interessen auf kostenfreie Angebote angewiesen sind. Erster Ansprechpartner für Jugendliche bei innerfamiliären Problemen sind meist die Jugendämter. Auch bei der Frage praktischer bzw. wirtschaftlicher Unterstützung von Familien sind die Berater staatlicher Einrichtungen gefragt.

Kostenlose Beratungsstellen

Städte und Bundesländer bieten , vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten, in denen die Anzahl der Familienkonflikte um ein Vielfaches höher ist als in ländlichen Bereichen, Familienberatungsstellen freier bzw. öffentlicher Träger an, die entweder staatlich, oder von Kirchen, oder auch von privaten Stiftungen finanziert und / oder gefördert werden und ein weitgehend kostenfreies Angebot bieten. In Deutschland haben Eltern im Falle einer Scheidung das Recht auf Beratung in Sorgerechts- und Umgangsrechtsfragen. Diese – kostenlosen – Beratungen leisten die staatlichen bzw. den Jugendämtern angegliederten Erziehungsberatungsstellen. Ziel ist es, zum einen die Rechte und Pflichten aller Beteiligte zu klären, wie auch vor alle die Interessen der Kinder zu wahren, was am ehesten in einer einvernehmlichen Regelung ermöglicht wird. Erst wenn eine solche nicht möglich ist, leisten Erziehungsberatungsstellen Unterstützung bis hi zu Rechtsbeihilfe.

Innerhalb des Netzes an familienberatungsstellen gibt es neben den allgemeinen Beratern auch spezialisierte Stellen, wie etwa vor allem in Ballungsgebieten solche, die sich mit innerkultureller Integration und Beratung befassen, konfessionsgebundene Berater, krisenbezogene Berater wie etwa Traumapsychologen, Beratung für drogenabhängige oder selbstmordgefährdete Jugendliche, etc.

Auch Schwangere können sich kostenlos beraten lassen

Wenn Schwangerschafts- oder Familienplanungs- Beratung notwendig ist, wie z.B. im Falle jugendlicher Schwangeren, ungewollter Schwangerschaften, oder noch in Ausbildung befindlicher alleinerziehender Schwangeren, sind ebenfalls Beratungsstellen öffentlicher Träger vom Gesetzgeber vorgesehen, die den Schwangeren kostenfreie Betreuung und Beratung anbieten. Im falle minderjähriger Eltern sind ebenfalls die Jugendämter erster Ansprechpartner. Schwangerschaftsberatungsstelle informieren über rechtlich vorgesehene Unterstützung für Schwangere , informieren über die verschiedenen Möglichkeiten der staatlichen Unterstützung von Schwangeren und helfen nicht zuletzt bei der Beantragung der verschiedenen Leistungen, die vom Gesetzgeber vorgesehen sind, wie Elterngeld, Erziehungsgeld, auch Ausbildungsförderungen für Schwangere und Aufklärung über Schwangerschaftsabbruch gehören zu den Aufgabenbereichen der Schwangerschaftsberatungsstellen.

Darüber hinaus stellen Stiftungen wie die Mutter und Kind Stiftung finanzielle Mittel für schwangere Frauen zur Verfügung, die ebenfalls über Schwangerenberatungsstellen beantragt werden können.

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