Weihnachtsgeschenke für Kinder
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Bald ist es wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür und wir müssen uns wieder Gedanken machen, was wir unseren Kindern dieses Jahr unter den Tannenbaum legen. Wahrscheinlich haben Ihre Kinder auch schon die letzten Wochen angefangen ihre Wünsche anzumelden.

Beim Abendessen wird dann behauptet, dass das neue Handy von Apple doch wohl das Beste ist, was man überhaupt bekommen kann oder dass der Laptop von Dell wohl alle Schulprobleme schnell lösen würde. Die Wünsche des Nachwuchses werden platziert, damit wir ja nicht irgendetwas Falsches kaufen können.

Leider liegen sie manchmal auch nicht in den finanziellen Möglichkeiten, die man sich für die Weihnachtsgeschenke vorgestellt hat. Wie jedes Jahr fragt man sich dann, ob diese Geschenke wirklich wichtig sind für unsere Kinder? Wie wichtig ist es heute in der Gesellschaft, die neuesten elektronischen Produkte zu besitzen oder den möglichst aktuellsten Modetrends zu folgen. Einerseits möchte man sich gegen die Kommerzialisierung von Weihnachten wehren, andererseits möchte man seine Kinder auch glücklich sehen.

Geschenke der modernen Zeit

An unseren Kindern sehen wir den Generationssprung, den auch wir vollzogen haben. Denn auch wenn unsere Gabentische mit heute verglichen sehr ärmlich aussahen, waren sie für unsere Eltern doch sehr üppig. Die Gesellschaft hat sich besonders in den letzten 50 Jahren auf Konsum eingestellt. Sie ist der Antrieb unserer Industrie und wurde geschickt perfektioniert. Es ist sehr genau zu erkennen, wer die Zielgruppe für die verschiedenen Waren ist. Die nächste Generation hat sich darauf eingestellt und ist fasziniert von den neuesten Handys, Computern und Videospielen.

D.h. das einerseits unsere Arbeitsplätze von einem stetigen Konsumwachstum abhängig sind, wir aber unsere Kinder doch kritischer erziehen möchten. Das was wir Ihnen vermitteln möchten, sind nicht besonders die materiellen Werte. Sie widersprechen aber komplett den Eindrücken die unsere Kinder täglich miterleben. Nicht eine halbe Stunde im Fernsehen, im Radio oder im Internet kann man noch werbefrei genießen. Überall ist man den Werbemaßnahmen ausgesetzt. Geschickt platzierte Werbung in Filmen lassen uns glauben, dass Bruce Willis gerne Coca-Cola trinkt und glücklich ist mit seinem BMW. Unser Unterbewusstsein hat das viel eher aufgenommen, als es uns bewusst wird. Wenn wir also ehrlich sind, sind wir gar nicht so anders als unsere Kinder.

Werbung im Kinderzimmer

Können wir von unseren Kindern verlangen, dass sie kritischer gegenüber der Werbung sind? Kritischer gegenüber den Trends und dem sozialen Druck ihrer Umwelt? Wir selber können uns nicht davon freisprechen und merken selber schon nicht mehr, wie uns die Werbung beeinflusst. Wir sitzen also zwischen zwei Stühlen und müssen uns entweder mit unserer Umwelt zufrieden geben oder tatsächlich anfangen auch selber kritischer zu sein. Können wir das auch von unseren Kindern verlangen?

Wie kann man vermitteln, dass das wichtigste an Weihnachten nicht die Geschenke sind, wenn doch alles um uns herum genau das Gegenteil zu behaupten versucht? Scheitert die eigentliche Bedeutung von Weihnachten an den geschickt entwickelten Werbestrategien? Von den Unternehmen, in denen wir hoffen dass unsere Kinder einmal eine wichtige Position haben sollen?

Ich kann Ihnen keine Antwort darauf geben. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe beschlossen meinen Kindern die Werte näher zu bringen, die man nicht mit Geld kaufen kann. Einer davon ist die Familie, deren Zusammenhalt und Gemeinschaft man nicht mit Geld bezahlen kann. Für mich der ganz besondere Anlass um Weihnachten zu zelebrieren, in der Familie, in der ich mich wohl fühle. Wenn es dafür nötig ist ein neues Apple Handy zu kaufen, oder einen neuen Laptop, dann ist es mir das Wert. Solange meine Kinder wissen, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen und versuchen jeden glücklich zu machen, ist das ein kleiner Preis, den man dafür bezahlen muss. Dementsprechend gebe ich mich auch geschlagen von einer sehr hoch entwickelten und erfolgreichen Werbeindustrie, Hut ab!

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