kinderwagenkauf

Egal ob ein Kombikinderwagen, Buggy oder Geschwisterwagen benötigt wird – es gibt gewisse Anforderungen, die jeder Kinderwagen erfüllen sollte. Neben robusten
Materialien und einer sauberen Verarbeitung spielen Elemente wie die Bereifung oder Federung eine zentrale Rolle. Hier finden Sie Tipps, die Ihnen bei der Kaufentscheidung helfen.

Bereifung

Je nach dem auf welchen Untergründen der Kinderwagen zum Großteil bewegt wird, muss er über eine passende Bereifung verfügen. Bezüglich der Reifenart gibt es drei wesentliche Lösungen:

  • Hartgummi-Räder
  • Luftkammer-Räder
  • Lufträder

Lufträder sind aufgrund ihrer guten Federung ideal für unebene Untergründe. Nachteilig an diesen Rädern ist das hohe Gewicht und die Tatsache, dass der Luftdruck regelmäßig geprüft werden muss. Bei Hartgummi-Rädern ist die Federung weniger gut, weshalb sie eher für befestigte Wege geeignet sind. Bei Luftkammer-Rädern kann die Luft nicht entweichen, ein Nachpumpen ist daher nicht nötig. Diese Räder können auf jedem Untergrund zum Einsatz kommen, da sie mit einer optimalen Federung Stöße abfangen. Die Zoll-Angabe ist nicht weniger bedeutend, wie der Rädertyp. Für sehr aktive Eltern, die gerne Langstrecken zurücklegen, sind 20-Zoll-Räder ratsam. 16-Zoll-Räder kommen mit jedem Terrain klar und sind der perfekte Allrounder. Sie sind ausschließlich auf Gehwegen und befestigten Straßen unterwegs? Dann reichen kleine 12-Zoll-Räder.

Lenkung

Die Vorderräder sollten flexibel sein, um ein leichtes Manövrieren zu ermöglichen.

Handgriff

Ist der Handgriff höhenverstellbar und schwenkbar, erleichtert das den Alltag massiv. Zum einen kann der Griff auf die individuelle Körpergröße angepasst werden, was beim regelmäßigen Nutzen des Kinderwagens eine gesunde Körperhaltung garantiert. Sie haben hierbei die Wahl zwischen Teleskopschiebern und Knickschiebern. Lässt sich der Griff schwenken, hat das den Vorteil, dass Sie spontan entscheiden können, ob ihr Kind Sie sieht oder in Fahrtrichtung blickt, um die Umgebung zu erkunden.

Federung

Eine gute Federung ist unverzichtbar zum Schutz der Wirbelsäule Ihres Kindes. Besonders hoch ist der Anspruch an die Federung bei Fahrten auf unbefestigten Wegen. Bei Neugeborenen müssen Sie immer auf eine optimale Federung bestehen, da der Körper in diesem Alter noch sehr empfindlich ist.

Bremsen

Viele Kinderwagen haben eine Hand- und eine Feststellbremse. Während die Handbremse direkt am Handgriff platziert ist und das unmittelbare Bremsen beziehungsweise Reduzieren der Geschwindigkeit erlaubt, sorgt die Feststellbremse für einen dauerhaften Stopp. Dabei blockieren die Hinterräder. Einige modernste Kinderwagen bringen sogar ein automatisches Bremssystem mit sich. Sollten Sie den Kinderwagen unvermittelt loslassen, weil zum Beispiel ein anderes Kind unerwartet auf die Straße rennt, erkennt der Kinderwagen dies und aktiviert die Bremsen.

Liegefläche

Die Liege- und Sitzfläche wird als Kaufkriterium häufig unterschätzt oder gar nicht beachtet. Dabei ist dies für die Gesundheit von Babys und Kleinkindern elementar. Schließlich verbringen sie im Laufe der Entwicklung viele Stunden im Kinderwagen. Babys benötigen beispielsweise eine Liegefläche von mindestens 35 x 78 Zentimeter für einen ruhigen Schlaf. Wer sichergehen möchte, dass das Kind genügend Platz hat, misst beim Kinderwagenkauf sorgfältig nach. Bei Kleinkindern sind eine verstellbare Rückenlehne sowie Fußstützen erforderlich.

Stauraum

Damit die Wickeltasche und kleinere Einkäufe im Kinderwagen Platz haben, sollten ausreichend Fächer vorhanden sein. Praktisch sind flexible Taschen, die sich nach Bedarf vergrößern lassen.

Material

Um von einem Maximum an Sicherheit zu profitieren, muss ein Zertifikat des TÜV vorhanden sein. Auch das GS Zeichen darf nicht fehlen. Während hinsichtlich des Gestells des Kinderwagens leichte Materialien wie Aluminium oder Magnesium vorteilhaft sind, sollten Sie bei den textilen Bestandteilen auf abwaschbare und wetterfeste Produkte wertlegen. Darüber hinaus dürfen die Bestandteile keinerlei Schadstoffe enthalten. Leider sind auf dem Markt immer wieder belastete Modelle zu finden. Achten Sie sowohl beim Neu- als auch beim Gebrauchtkauf darauf. Testberichte von Stiftung Warentest oder Öko-Test dienen als Orientierung.

Konstruktion

Eine stabile Konstruktion mit strapazierfähigen Gestellen sollte selbstverständlich sein.

Regen- und Sonnenschutz

Ein integrierter Regen- und Sonnenschutz ist im Alltag sinnvoll. Damit lässt sich der Nachwuchs vor den Witterungsbedingungen schützen, so dass dem täglichen Spaziergang nichts im Weg steht. Achten Sie beim Sonnenschutz darauf, dass die gefährlichen UV-Strahlen dank entsprechender Materialeigenschaften nicht zum Kind durchdringen können.

Travel-System

Eltern, die viel mit ihren Kindern im Auto unterwegs sind, sollten sich für einen Kinderwagen mit Travelsystem entscheiden. Ein derartiges System enthält eine Babyschale, die sich mit wenigen Handgriffen aus dem Kinderwagengestell lösen und direkt im Pkw platzieren lässt. Dies geschieht in der Regel über ein sogenanntes Click-System. Travel-Systeme machen es möglich den Nachwuchs sicher im Auto zu transportieren ohne dafür einen separaten Kindersitz anschaffen zu müssen.

Packmaß und Gewicht

Damit sich Kinderwagen im Auto leicht und komfortabel verstauen lassen, sollte das Modell über ein möglichst geringes Packmaß verfügen. Unter dem Packmaß versteht man die Abmessungen des Kinderwagens, die er im zusammengeklappten Zustand aufweist. Je kleiner dieses Maß, desto geringer der Platzanspruch. Um Ihren Rücken beim Ein- und Ausladen zu schonen, sollten Kinderwagen möglichst leicht sein. Des Weiteren ist ein simples System zum Zusammenklappen zu bevorzugen. Im Idealfall genügen ein bis zwei Handgriffe zum Verstauen.

Reflektoren

Sind am Kinderwagen Reflektoren montiert, ist dies im Straßenverkehr ein großer Vorteil. Auto- und Zweiradfahrer erkennen den Wagen früher, wodurch Unfällen vorgebeugt wird.

Sicherheitsgurte und -bügel

Kleinkinder haben einen erhöhten Bewegungsdrang. Nicht selten springen sie unerwartet aus dem Kinderwagen und begeben sich unwissentlich in Gefahr. Gerade im Straßenverkehr ist das Risiko groß. Hochwertige 5-Punkt-Gurte fixieren Kinder sicher. Ein zusätzlicher Sicherheitsbügel, der als Barriere dient, ist ebenfalls empfehlenswert.

Fazit

Bevor Sie die hier genannten Punkte beim Kinderwagen abarbeiten, um von einem zuverlässigen Alltagshelfer zu profieren, sollten Sie sich zunächst mit der Frage nach dem richtigen Kinderwagentyp befassen. Denn: „Es gibt nicht den einen Kinderwagen, der für jede Familiensituation perfekt ist. Daher ist immer genau zu überlegen, welcher Kinderwagen beziehungsweise welches Kinderwagen-Set für die eigene Situation am besten passt“, erklärt der Onlineshop und Ratgeber im Bereich Baby-und Kinderausstattung richtigerweise unter kinderwagen.com. Der Markt hält folgenden Kinderwagenarten bereit:

  • Kombikinderwagen
  • All in One Sets
  • Buggy
  • Zwillingskinderwagen
  • Geschwisterkinderwagen
  • Drillingskinderwagen
  • Jogger

Jedes der Produkte bringt Vor- und Nachteile mit sich. Ziel sollte es sein einen Kinderwagen zu finden, der zu den individuellen Ansprüchen passt.

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1 KOMMENTAR

  1. Ich danke Ihnen für diesen interessanten Artikel. Man sollte sich wirklich Zeit mit dem Kauf eines Kinderwagens lassen und sich die verschiedenen Produkte ruhig im Geschäft anschauen um sich ein besseres Bild zu machen. Preise vergleichen kann man im Internet sehr gut, keine Frage. Doch leider kann man online weniger die Beschaffenheit der Qualität unter die Lupe nehmen.

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