Leben zu dritt
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Ein Baby ist normalerweise die Krönung einer jeden Beziehung oder Ehe. Für manche Partner ist die Geburt eines Babys auch die Erfüllung eines langjährigen Wunsches. Meistens stärkt die Geburt eines Babys eine gesunde Beziehung noch mehr, während sie die Verhältnisse in einer bereits angeschlagenen Beziehung eher noch mehr verschlimmert.

Keine Zeit für gar nichts

So sehr es sich auch um ein Wunschkind handelt, die Eltern werden sich meistens erst nach der Geburt darüber bewusst, welche Opfer sie bringen müssen. An erster Stelle steht der Mangel an Zeit – die Pflege und die Sorge um ein Baby verlangt einem so Einiges ab und die Partner haben nicht mehr so viel Zeit für einander. Man muss aber diesen Mangel an Zeit dann damit wettmachen, dass man die Zeit, die einem für das Zusammensein bleibt, so angenehm wie möglich gestaltet.

Abwechselnd weggehen

Eine der Veränderungen, die auftreten wird, ist das gemeinsame Ausgehen. Wenn Sie es bisher gewohnt waren, alles zusammen zu machen und oft fortzugehen, so wird das nun nicht mehr möglich sein – zumindest nicht in dem Maße, in dem Sie es gewohnt waren. Auch wenn Sie einen Babysitter engagieren, Sie werden sich beim Fortgehen kaum richtig entspannen können, weil Sie stets daran denken werden, ob zu Hause mit dem Baby alles in Ordnung ist. Die meiste Zeit werden Sie wohl am Telefon verbringen und sich beim Babysitter Auskunft darüber holen.

Aufmerksamkeit – nicht nur für das Baby

Für Mütter sind, vor allem in den ersten Lebensmonaten, die auftretenden Veränderungen gravierend. So sehr Sie Ihr Neugeborenes auch vergöttern, Sie müssen sich im Klaren darüber sein, dass es nicht alleine auf der Welt ist. Sicher werden Sie ihm Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, achten Sie aber als Mutter darauf, es nicht zu übertreiben. Springen Sie nicht gleich bei jedem Quengeln auf, lassen Sie nicht zu, sich gehen zu lassen oder sich dem Baby so sehr zu widmen, dass Sie langsam aufhören, als ein Individuum zu existieren.

Produktive Lösungen finden

Es wird auch sicherlich zu Situationen kommen, in denen Sie mit Ihrem Partner in Streit geraten werden. Dies passiert vor allem bei Müttern, die das Gefühl haben, dass alles an ihnen selbst hängen bleibt und der Partner wenig zu allem beiträgt. Eine Mutter wird dann, gestresst, wie sie ohnehin schon ist, beginnen, an dem Partner zu nörgeln. Versuchen Sie als Mutter solchen Situationen aus dem Weg zu gehen, denn es gibt durchaus produktivere Mittel, zu denen Sie greifen können. Versuchen Sie, mit Ihrem Partner eine Einigung in Sachen Aufgabenverteilung zu erzielen. Das wird unnötigem Stress vorbeugen und sie beide werden sich mehr entspannen können.

Oma und Opa zur Unterstützung holen

Die Großeltern werden sicherlich überwältigt sein von ihrem neuen Nachwuchs und sich wünschen, Zeit mit ihm zu verbringen. Lassen Sie das zu! Zum einen ist es durchaus gut für das Baby, wenn es sich gleich an mehrere Personen gewöhnt, die es umgeben. Das wird eine gute Grundlage dafür schaffen, dass es nicht in übertriebenem Maße von seinen Eltern abhängig ist. Zum anderen können Sie die Zeit anderweitig nutzen, in der Oma und Opa das Baby hüten. Vor allem in den ersten Monaten wird ihnen nicht so viel davon übrig bleiben. Machen Sie in der Zeit entweder etwas für sich selbst oder nutzen Sie sie, um etwas mit Ihrem Partner zu unternehmen – je nachdem, wie Sie sich gerade fühlen und welche Bedürfnisse Sie haben. Und haben Sie keine Gewissensbisse, wenn Sie mal alleine sein möchten! Das Elternsein verlangt einem eine Menge ab, sodass es vollkommen gerechtfertigt ist, wenn Sie mal eine Stunde zum Abschalten brauchen, um neue Energie zu tanken.

Die ersten neun Monate

Verzweifeln Sie nicht, falls sich das Verhältnis zu Ihrem Partner verschlechtern sollte, auch wenn es Ihr gemeinsamer und sehnlichster Wunsch war, ein Baby zu bekommen. Eltern müssen sich erst mal in die Rolle einleben und alle Facetten des Elterndaseins kennenlernen. Das ist natürlich nicht immer einfach und kann stressig und durchaus nervenaufreibend sein. Deswegen ist es nicht unnatürlich, wenn sich das auf Ihr Verhältnis zum Partner niederschlägt. Denken Sie aber daran, dass dies wahrscheinlich nur in den ersten neun Monaten der Fall sein wird. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass, sollte es auch zu einer Verschlechterung der Beziehung zum Partner in diesem Zeitraum gekommen sein, dieses sich nach den neun Monaten höchstwahrscheinlich wieder zum Besseren wenden wird.

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