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In jeder Partnerschaft, so harmonisch sie begonnen haben mag, tauchen einmal Probleme auf. Wenn beide Partner sich dessen bewusst sind, müssen solche Konflikte nicht das Ende der Beziehung bedeuten. Denn liegt einem der Partner wirklich noch am Herzen, dann sollte man sich etwas Zeit nehmen um die vorhandenen Schwierigkeiten aufrichtig und realistisch zu analysieren. Dennoch zerbrechen manche Partnerschaften daran, andere aber überstehen diese Phasen.

In vielen Fällen sind „Kleinigkeiten“ der Auslöser

Laut Eheberatern und Therapeuten können die meisten Eheprobleme oft schon in kurzer Zeit und ohne große Mühe gelöst werden, da in vielen Fällen oft sogenannte „Kleinigkeiten“ die Auslöser sind und das Zusammenleben unnötig erschweren. Aus diesem Grund gilt es zunächst einmal, die Probleme überhaupt zu orten. Handelt es sich um die typischen Alltagsprobleme, die jede Partnerschaft einmal einholen, oder gibt es handfeste Schwierigkeiten, auch von außen beeinträchtigt, wie Untreue, Geldprobleme, Vertrauensbrüche.

Mangelnde Kommunikation und gestörtes Sexualleben sind oft die Gründe für Eheprobleme

Die meisten Eheprobleme sind auf mangelnde Kommunikation, sowie auf ein unausgeglichenes Sexualleben zurückzuführen, so dass es wirklich kein Wunder ist, wenn sich der Partner immer mehr zurückzieht und im schlimmsten Fall sogar zu Seitensprüngen neigt. Ist die Beziehung erst einmal soweit, dann wird als Folgeerscheinung eine Trennung ernstlich erwogen. Eheprobleme lösen ist für die Beteiligten nicht sehr einfach, da vor allem Kinder schwer unter Scheidungen leiden müssen. Lesen Sie auch unseren Artikel „Tipps für bessere Kommunikation in der Beziehung“, um das Problem anzugehen und die Kommunikation endlich zu verbessern.

Der Mangel an einem aktiven Sexualleben steht in einem engen Zusammenhang mit Stress und Alltagsproblemen. Vor allem negative Gedanken haben einen wichtigen Einfluss auf den Sexualtrieb, weshalb erst einmal der entsprechende Freiraum dafür geschaffen werden sollte, sowie auch die Voraussetzungen. Dazu gehören beispielsweise ein romantisches Abendessen, neue Reizwäsche oder auch eine ungeplante Übernachtung außerhalb. Bei solchen Gelegenheiten kann man sich in der Regel auch gut mit dem Ehepartner über die vorhandenen Probleme aussprechen und gemeinsam nach einer Lösung suchen.

Wie kann man Eheprobleme lösen?

In den meisten Ehekonflikten kristallisiert sich recht schnell eine „Opfer“- und eine „Täter“-Rolle heraus, was zu sich immer wieder wiederholenden Abläufen führt. Der lapidare Satz „zu einem Streit gehören immer zwei“ ist dagegen der, der bei den meisten Paarkonflikten zutrifft. Nur durch Erkenntnis und Einsicht, dass beide Partner zu einem Streit beitragen, wird überhaupt eine Versöhnung möglich – ansonsten bleibt es nur bei gegenseitigen Vorwürfen

Wie man sieht, ist Konfliktfähigkeit in einer Paarbeziehung der Schlüssel zur Klärung von Problemen. Nach dieser Erkenntnis und der Bereitschaft zu einer Versöhnung, sollte man auch auf einen geeigneten Zeitpunkt achten, um die Probleme mit dem Partner durchzusprechen. Allerdings reden Männer nicht gerne über ihre Probleme, weshalb der richtige Zeitpunkt eine wichtige Rolle spielt. Die Atmosphäre sollte locker und entspannt sein, Vorwürfe sollten auf jeden Fall vermieden werden, da diese die gespannte Stimmung anfangs nur noch verschlimmern. Kinder sollten wenn möglich schon im Bett sein oder gegebenenfalls auch mal bei den Opas übernachten. Man kann aber auch das Thema Eheprobleme in einem Restaurant ansprechen, oder eine romantische Nacht in einem Hotel verbringen. In den meisten Fällen wirkt sich schon alleine ein „Tapetenwechsel“ durchaus positiv auf die Beteiligten aus.

Lassen sich Eheprobleme vermeiden?

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine glückliche Ehe ist die Kompromissbereitschaft, bei der allerdings alle Beteiligten bereit sein sollten, auf etwas zu verzichten. Verzichtet nur einer der Partner zuliebe des anderen, dann ist auch keine Harmonie vorhanden und kann auch nicht aufkommen, da man ständig zurückstecken muss. Man sollte bei der Aussprache diplomatisch darauf eingehen, allerdings sollte das auf keinen Fall wie ein Vorwurf klingen. Wer Eheprobleme lösen will, sollte kurze und präzise Aussagen in einer sehr höflichen Form vorbringen, ohne dass sich der Partner dabei angegriffen fühlt.

Bei den meisten Paaren gibt es eine Phase, in der es vermehrt zu Konflikten kommt, oft nach mehreren gemeinsamen Jahren, gelegentlich aber schon nach wenigen Monaten. Wer diese Phase , oder auch Phasen, übersteht, hat gute Chancen auf langjähriges Gelingen der Ehe. Bei ständigen und sich verschlimmernden Problemen in der Partnerschaft gibt es allerdings nur zwei mögliche Lösungen, sich entweder wirklich zu trennen, oder versuchen die Eheprobleme mit fremder Hilfe zu lösen.

Oft können die Probleme nicht ohne Hilfe gelöst werden

Unbedingt wichtig ist, dass beide Partner das Gespräch suchen – und dass sie auch noch miteinander reden können. Oft sind die Problematiken bereits so verzwickt, dass der eine Partner sowieso die Reaktion des anderen vorweg nimmt , oder sich ungerechtfertigt kritisiert fühlt – so kommt man zu keiner Lösung. In solchen Fällen ist das Hinzuziehen eines Dritten, z.B. eines gemeinsamen Freundes, oder besser eines Paartherapeuthen, keine schlechte Idee. Ein Freund ist oft parteiisch, was den Konflikt sogar noch verstärken kann. Typischer Fall: die Freundin der Frau, die am Mann kein gutes Haar lässt. Dies ist natürlich nicht zielführend, weil nicht Einsicht und Konfliktlösung im Vordergrund stehen, sondern es darum geht, Recht zu haben.

Ein Eheproblem können beide Partner nur gemeinsam lösen. Wenn sie Hilfe benötigen, sollte diese durch einen neutralen und vor allen Dingen unparteiischen Dritten geschehen. Eheberater sind geschult darin, Probleme zur Sprache zu bringen und beide Partner zu einem Gespräch zu führen, eine Chance für so manches Paar, aus dem Teufelskreis an Vorwürfen und Missverständnissen hinaus zu finden.

Bedingung für die Hilfe ist die Bereitschaft beider Partner

Bedingung ist aber die Bereitschaft von Seiten beider Partner. Nur wenn beide Partner aktiv an ihrer Ehe arbeiten und Probleme beseitigen wollen, wenn also die Konfliktlösung nicht nur einseitig geschieht, können diese typischen Schwierigkeiten, vor denen jede Partnerschaft einmal steht, überwunden werden. Eheberatungsstellen gibt es in Deutschland in jeder größeren Stadt. Diese werden von speziell geschulten Psychologen betreut, die als neutrale Dritte Gespräche zwischen den Ehepartnern vorbereiten und moderieren können. Ziel ist es, den immer gleichen Gesprächsverlauf, der zumeist in gegenseitigen Vorwürfen, nicht selten verletzenden Worten endet, zu vermeiden und in eine positive und zielführende Gesprächsführung umzuleiten. Der Gang zum Eheberater kann daher ein guter Schritt sein, da er dieses zugrunde legende Problem angeht, das sehr oft zwischen dem Paar und dessen gemeinsamer Zukunft steht.

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