eheversuche
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Wahrscheinlich haben Sie auch jemanden im Bekanntenkreis, der mehrmals verheiratet war, aber die Suche nach dem zukünftigen Ex-Partner nicht aufgegeben hat. Denn es waren ja immer die Umstände daran schuld, dass die Ehen nie von langer Dauer waren. So werden viele gescheiterte Ehen begründet. Selten suchen die Betroffenen die Schuld an sich selbst. So wird die Suche nach dem perfekten Partner nie aufgegeben, obwohl die Single Rolle sehr attraktive Seiten hat. Ungebunden und frei kann jederzeit entschieden werden, wo die nächste Party gefeiert wird und mit wem. Eine Uhrzeit gibt es in den häufigsten Fällen nicht, die diese Freiheit beendet. Frei und doch immer auf der Suche nach etwas, was zu fehlen scheint.

Der Antrieb der ewigen Suche

Was treibt diese Personen an, doch immer wieder nach dem perfekten Partner zu suchen, wenn sie schon so oft enttäuscht wurden? In jeder anderen Situation und unter anderen Umständen würde sich jeder fragen, ob es nicht schon von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre. Irgendwas scheint den Menschen immer wieder voranzutreiben – auf der Suche nach der perfekten anderen Hälfte. Es scheint eine Suche nach dem Teil zu sein, was jede Person an sich selber vermisst. Kann man also davon ausgehen, dass es nicht natürlich ist als Single zu leben?

Obwohl das Leben zu zweit viele Probleme hervorruft, die man alleine nicht hätte, scheint dieses Ziel doch für jeden Menschen erstrebenswert zu sein. Manche Menschen brauchen anscheinend mehrere Anläufe, um in dieser Beziehung Glück zu haben. Es ist nicht leicht, sein Leben komplett umzustellen, da bei einer Beziehung das eigene Ich nicht mehr im Vordergrund steht. Das Zusammenleben verlangt viele Kompromisse und ein komplettes Umdenken im Gegensatz zum Junggesellendasein. Jedem fallen auf Anhieb die vielen kleinen Konfliktpunkte ein, wie die berühmte Zahnpasta Tube, die Socken auf dem Boden und die Kochkunst der Mama, die oft Anlass zu Reibereien geben. In der Realität gibt es noch viele andere Dinge, die eine Beziehung stark belasten und damit in Gefahr bringen können.

Die Art der Kommunikation stellt einen hohen Konfliktfaktor dar. Ohne einen intakten Informationsaustausch über Wünsche, Denkweise oder Abneigungen, ist es schwierig eine Beziehung langwierig aufrecht zu halten. Sobald man den Partner die eigenen Probleme anvertrauen und kleine störende Sachen erwähnen kann, ist die Basis gegeben, um eine Beziehung dauerhaft zu führen.

Lange Beziehungen können stressig werden!

Besonders Männer haben Probleme ihre Gefühle auszudrücken und auch mitzuteilen. Deswegen erscheinen besonders einige langjährige Junggesellen in ihrem Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht oberflächlich und Gefühlsmäßig distanziert. Durch One-Night-Stands, kurze Beziehung und die Fokussierung auf Sex flüchten diese Personen vor ihrer Gefühlswelt. Sobald das Interesse des Partners wächst, müssen sie mehr von sich preisgeben, als ihnen lieb ist. Hinzu kommt noch die Anpassung an den Lebensrhythmus und Lebensstil des neuen Partners. Nach vielen Jahren eines ungezwungenen Lebenswandels, bedeutet diese natürliche Entwicklung einer Partnerschaft für viele Junggesellen zu viel Stress und eine geringere Lebensqualität.

Der Grund einer fehlenden Kommunikationsbereitschaft ist oft in der Erziehung zu suchen. Jugendliche, die es innerhalb der Familie nicht erlernt haben, ihre Gefühle durch Worte zum Ausdruck zu bringen, sind im Erwachsenenalter in dieser Hinsicht benachteiligt, da es aus Altersgründen sehr schwer ist, diese Fähigkeit im Nachhinein zu erlernen. Besonders in der Pubertätsphase fällt es den Jugendlichen schwer, sich gefühlsmäßig zu öffnen. In diesem Alter werden Gefühle als Schwäche eingestuft. Daher gelten die Freunde, die ein starkes, selbstsicheres und fast kaltes Auftreten haben als Vorbild. Diejenigen, die über Gefühle und Probleme diskutieren, werden schnell als Schwächlinge abgestempelt. Das Verbergen der Gefühle, nur um dazuzugehören, kann sich im späteren Leben zu einem großen Problem entwickeln. Daher liegt es an den Familien, in dieser Zeit die Jugendlichen anzuleiten, damit diese die Fähigkeit erlernen, sich in einer späteren festen Beziehung zu äußern.

Lange Zeit wurde nicht richtig kommuniziert

Vor Jahrzehnen wurden diese Themen in den Familien nicht angesprochen. Die Ehe galt als heilig, an eine Trennung war nicht zu denken. Auch wenn die Fähigkeit miteinander zu kommunizieren nicht bestand, wurden die Probleme ausgesessen oder einfach vom Familienoberhaupt festgelegt. Da keine andere Möglichkeit bestand, begleiteten die Probleme die Ehejahre oder wurden nur von einem Ehepartner gelöst. Das war in den Familien unserer Väter noch normal. Lange wuchsen die Kinder mit dieser Normalität den schweigenden Miteinander auf. Erst im Laufe der Zeit wurde es aktuell, die Ehe als kommunikative Partnerschaft zu sehen und auszuleben.

Es ist durchaus möglich mit jemanden eine feste Bindung zu pflegen, der schon mehrmals verheiratet war. Es muss nur besonders an einer gesunden Kommunikation gearbeitet werden. Von vorne herein ist es in diesen Beziehungen wichtig, aufeinander einzugehen und auch auf die Gefühle des anderen zu achten. Das große Problem der Männer, zuzuhören und auf den Partner Rücksicht zu nehmen, muss überwunden werden. Nehmen Sie sich also viel Zeit und bauen Sie keinen Druck auf, wenn sie sich in jemanden verlieben, der schon mehrere Ehen hinter sich hat.

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