selbstbewusstsein frau
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Eine wirklich glückliche Beziehung kann nur dann funktionieren, wenn beide Partner ein gesundes Selbstbewusstsein haben. Wer mit sich selbst nicht zufrieden oder glücklich ist, wird es auch nicht mit anderen Menschen sein. Allerdings kommen viele Menschen in ihrer Partnerbeziehung viel zu kurz.

Man lernt, viel zu schlucken, um Streit zu vermeiden oder aus Angst, dass die Beziehung endet. Wer aber ständig nur am herunterschlucken und unterdrücken ist, macht sich dabei entweder selbst kaputt oder man explodiert, da das volle Fass schon überläuft. Selbstverständlich ist dies nicht das Ziel oder die Voraussetzung für eine glückliche Partnerschaft. Woran liegt es also, dass die neue Beziehung schon wieder nicht so funktioniert, wie man es erwartet? Es liegt an einem mangelndem oder ungesunden Selbstbewusstsein.

Was ist ein gesundes Selbstbewusstsein?

Selbstbewusstsein bedeutet, dass man sich selbst so akzeptiert, wie man als Person ist, also mit unseren Stärken, Schwächen, Fehlern, Gewichtsproblemen, Kurzsichtigkeit oder einer Glatze. Aber auch die eigenen Fähigkeiten spielen dabei eine wichtige Rolle. Man ist sich selbst bewusst, wer man überhaupt ist. Selbstbewusstsein hat übrigens nichts mit Status oder Äußerlichkeiten zu tun, da es sich dabei eher um eine Maske oder um eine Verkleidung handelt. Wer selbstbewusst ist, hat allerdings fast immer den Schlüssel zum Erfolg in der Hand, was auch der Grund ist, warum sich viele Menschen für Bücher, Kurse oder Seminare über dieses wichtige Thema interessieren. Es lässt sich durch Arbeit an sich selbst stärken und verbessern. Ein ungesundes Selbstbewusstsein ist, wenn es z.B. viel zu stark ausgeprägt oder gestört ist. Ist das Selbstbewusstsein viel zu hoch, dann neigen diese Personen in der Regel zu Größenwahn, da ihre Selbsteinschätzung unrealistisch ist. Ein zu geringes Selbstvertrauen hingegen kann zu Resignation, sowie auch zum Hass auf sich selbst führen. Es ist klar, dass in diesen beiden Fällen auch keine glückliche Partnerschaft funktionieren kann. Das Selbstbewusstsein oder die Selbstwertschätzung wird übrigens schon im Kindesalter geprägt, wobei die Eltern eine wichtige Rolle spielen. Zu Störungen im Laufe der Jahre kommt es nicht nur durch schlechte Lebenserfahrungen, sondern auch durch unrealistische Ideale, die uns z.B. durch die Medien vermittelt werden.

Wie kann man das Selbstbewusstsein positiv beeinflussen? 

Egal um welche Störung es sich handelt, wichtig ist, dass man mit etwas Arbeit an sich selbst sehr viel dazu beitragen kann, wieder glücklich zu werden. Allerdings darf hier nicht der Partner an erster Stelle stehen, sondern wir selbst. Um uns besser kennenzulernen, ist es ratsam, aufzuschreiben, was wir an uns mögen und was nicht. Sind die positiven Faktoren viel weniger, dann kann man Freunde und Familie um Hilfe bitten, indem wir sie fragen, was sie an uns positiv sehen oder mögen. Dadurch wird uns erst einmal bewusst, was andere über uns denken und wie sie uns sehen. Vielen Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein gehen bei solchen mentalen Übungen richtig die Augen auf, da uns diese Eigenschaften häufig überhaupt nicht aufgefallen sind. Man muss lernen, viel bewusster zu denken und zu leben und dabei vorwiegend auf positive Aspekte achten. Wenn es z.B. schon wieder einmal regnet, dann kann man  dabei durchaus auch an die Vorteile denken und nicht nur jammern, dass die neue Frisur ruiniert wird oder der Regenschirm nicht auffindbar ist. Regen kann auch bedeuten, dass man an diesem Tag nicht den Garten oder die Blumen gießen muss, dadurch das Auto gewaschen wird oder dass man endlich die neue schicke Regenjacke anziehen kann. Wer ständig am jammern oder kritisieren ist, braucht sich nicht wundern, wenn immer nur auf Negatives geachtet wird und genau DAS sollte ganz bewusst geändert werden. Je mehr auf die positiven Seiten im Leben geachtet wird, desto glücklicher wird man auch. Hierzu muss man auch keinen speziellen Kurs besuchen, da man auch selbst Mentaltraining durchführen kann.

Selbstbewusstsein und Partnerschaft

Bei einem geringen Selbstvertrauen ist es kein Wunder, wenn man sich an den Partner klammert und bei ihm ständig nach Bestätigung sucht. Dies ist ein deutliches Zeichen von Unsicherheit, Ängsten und Zweifel. Ist man mit sich selbst unzufrieden, dann wird häufig auch versucht, den Partner zu ändern. Dabei ist es kein Wunder, wenn Vorwürfe und Schuldzuweisungen auf der Tagesordnung stehen. So wie man selbst zu sich steht, so wird auch die Beziehung gestaltet. Die Qualität einer Beziehung hängt also in erster Linie vom Verhältnis zu sich selbst ab. Je stärker unser Selbstbewusstsein wieder aufgebaut wird, desto weniger ist man bereit, vom Partner irgendwelche Unzufriedenheiten zu schlucken, nur um Streit zu vermeiden oder das Ende der Beziehung zu riskieren. Aber wieso soll man dauernd den Mund halten, wenn einem etwas nicht passt? Jeder hat das Recht glücklich zu sein und sollte dies mit dem aktuellen Partner nicht funktionieren, dann ist das auch noch lange kein Weltuntergang. Wer lernt, glücklich mit sich selbst zu sein wird in Zukunft sicherlich auch einen ganz anderen Typ anziehen, da man dadurch nicht mehr auf die Selbstbestätigung von jemand anderen angewiesen ist. Ein zufriedener und selbstbewusster Blick in den Spiegel ist hierzu bereits ausreichend!

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