familiencloud
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Eine Cloud hat den Vorteil, dass alle Familienmitglieder auf die dort abgespeicherten Daten zurückgreifen können. Externe Festplatten werden durch die praktischen Cloudanwendungen eigentlich überhaupt nicht mehr benötigt.

Wer z.B. nach den schönsten Fotos vom letzten Urlaub sucht, wird diese schneller auf der Cloud finden, als wenn man erst einmal die Festplatte am Tablet anschließen und dann nach den gewünschten Daten suchen muss. Durch die Cloud können Daten gemeinsam von unterschiedlichen Endgeräten problemlos bearbeitet werden, da sie zentral auf einem Server gespeichert werden. Jedes berechtigte Gerät, also nicht nur das Notebook, sondern auch Tablets und Smartphones der Familienangehörigen, können sich mit dem Server verbinden und auf Fotos, Informationen oder Dateien zugreifen und diese nach Wunsch bearbeiten.

Benötigt wird lediglich ein Konto bei einem Cloud-Anbieter. Mit einem Desktop Client oder über den Browser loggt man sich dann mit den persönlichen Zugangsdaten ein. Der Zugriff auf die Cloud-Dienste ist allerdings ohne eine Internetverbindung nicht möglich. Zu den bekanntesten Anbietern von Cloud-Diensten zählen beispielsweise Google Drive, Microsoft OneDrive, Dropbox und auch die MagentaCloud von der Telekom. Fast jeden Monat kommen neue interessante Cloud-Angebote hinzu. Die Cloud ist also im Prinzip nichts anderes, als das Speichern der Daten im Internet. Ursprünglich war sie allerdings nicht für den Familiengebrauch vorgesehen, sondern es wurden wichtige Dokumente für die Arbeitswelt vernetzt. Mitarbeiter konnten ortsunabhängig auf die vernetzten Daten zugreifen.

Wie sicher ist eine Cloud?

Das Thema Sicherheit ist natürlich ein sehr wichtiger Faktor, da in der Regel nicht nur die Urlaubsfotos in der Cloud gespeichert werden, sondern auch persönliche Daten. Im Prinzip sind Cloud-Dienste ziemlich sicher, da die Daten verschlüsselt übertragen werden. Die verschlüsselte Datenkommunikation vom Rechner oder Mobiltelefon funktioniert via Internet auf die Server der Cloud-Anbieter, die sich überall auf der Welt befinden können. Zugriffe auf die Cloud sind passwortgeschützt, wobei Hacker-Angriffe allerdings fast nie ausgeschlossen werden können. Wer seine Daten wirklich effizient schützen will, sollte sie noch zusätzlich verschlüsseln, da es hierzu auch kostenlose Tools gibt. Es kommt in erster Linie darauf an, welche Daten auf einem Cloud-Dienst gespeichert werden sollen, da sich der Aufwand nur alleine bei Familienfotos in der Regel nicht lohnt.

Erwähnenswert ist, dass vor allem die amerikanischen Cloud-Anbieter unter dem Verdacht von Wirtschaftsspionage stehen und angeblich auch Geheimdiensten den Zugriff auf die Daten der Nutzer zu gestatten. Sicherlich lassen sich solche Anschuldigungen nur schwer beweisen und auch wenn man sich für einen deutschen Anbieter entscheidet, ist das noch lange keine Garantie, dass so etwas nicht passieren kann. Ansonsten kann man sich als Endverbraucher natürlich auch nach zuverlässigen Testergebnissen und Vergleichen von Cloud-Anbietern orientieren.

Was sind die Vor- und Nachteile vom Cloud-Speicher?

Die Vorteile liegen eigentlich auf der Hand, in der Cloud stehen den Nutzern mehrere Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung, die in der Regel kostenlos sind. So gut wie jedes Endgerät mit Internet ermöglicht den Zugriff auf die in der Cloud gespeicherten Daten. Wer eine Cloud benützen möchte, braucht nur vom jeweiligen Anbieter eine App oder Software downloaden und ein Konto anlegen. Danach kann man die gewünschten Daten hochladen, was normalerweise über den eigenen Rechner am einfachsten ist, aber durchaus auch über das Tablet oder Handy möglich ist. Mit den Zugangsdaten kann dann jedes Familienmitglied über ihr eigenes Endgerät durch Sharing auf diese Daten zugreifen. Der Speicherplatz auf Smartphones (oder Tablets) spielt deshalb auch keine wichtige Rolle mehr. Interessant ist aber auch, dass Video- und Musikdaten in der Cloud gespeichert werden können und sich dann über Streaming am Handy abspielen lassen.

Was die Nachteile einer Cloud angeht ist, dass das Speichervolumen in vielen Fällen nicht ausreichend genug ist. In diesem Fall muss man zusätzlichen Speicherplatz vom Anbieter kaufen. Hat man keine Internetverbindung, dann ist auch kein Zugriff auf die gespeicherten Daten möglich. Ansonsten können natürlich auch die Bedenken in Hinsicht auf die Sicherheit ein Hindernis sein.

Welche Cloud ist die Beste?

Es kommt in erster Linie darauf an, für welchen Zweck man sich überhaupt für eine Cloud entscheidet. Dropbox beispielsweise ist ausreichend, wenn man Dokumente zum bearbeiten speichern will und diese mit einem beschränkten Personenkreis wie z.B. den Mitarbeiter teilen möchte. Wer ein Android-Handy hat und sowieso schon Google Play benutzt, kann sich für die Google Drive Cloud entscheiden, die meistens schon als App vorhanden ist. Praktisch dabei ist, dass man hier dann auch die von Google Docs Office-Tools benutzen kann. Im Prinzip ist die Apple iCloud für iPad und iPhone fast das Gleiche, da auch in diesem Fall Office-Werkzeuge zum Speicherplatz zur Verfügung stehen.

Viele Telekom Kunden setzen auf die MagentaCloud, die zwischen 10 und 25 Gigabyte anbietet. Daten oder Fotos können nicht nur per Link geteilt werden, sondern man kann auch Schreibrechte mit Passwortschutz einstellen. Unternehmen benötigen in der Regel viel aufwendigere Clouds mit viel mehr Speicherplatz, für Familien allerdings, sollten die erwähnten Beispiele durchaus ausreichend sein. Wichtig ist, dass man wichtige persönliche Daten auf der Cloud unbedingt schützen sollte oder ggf. auch auf der externen Festplatte speichert.

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