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In jeder Partnerschaft oder Ehe kommt es früher oder später einmal zu Problemen und Streit. Oft belasten diese den einen Partner stärker als den anderen, manchmal werden die Probleme von beiden auch unterschiedlich empfunden, die vermeintliche Ursache liegt für beide jeweils woanders, was zu mitunter großen Missverständnissen führt. Wenn Ehepaare nicht mehr miteinander reden können, kann Hilfe von außen gut und notwendig sein.

Beziehungsratgeber sind ideal, um wieder frischen Wind in eine Beziehung zu bringen, oder um eine komplizierte Partnerschaft zu retten. Die meisten Probleme in einer Partnerschaft sind laut Eheberater und Therapeuten im Prinzip immer die gleichen, weshalb man mit einigen gut funktionierenden Ratschlägen die Ehe oder eine längere Relation wieder in den Griff bekommt, auch dann, wenn im schlimmsten Falle nur einer der Partner die Initiative übernimmt. In fast allen größeren Städten gibt es Stellen ,die Eheberatung anbieten. Dies können private Psychologen ebenso leisten wie städtische Stellen, auch die Kirchen bieten gelegentlich Paarberatung an. Eine Sammlung einiger guter Beratungsstellen finden Sie auch in unserem Verzeichnis.

Wann ist eine Eheberatung überhaupt notwendig?

Wenn über einen längeren Zeitraum gereiztes Klima und Streit die Beziehung beherrschen, und eine Besserung nicht in Sicht ist, wenn kleine Reizworte genügen, damit die Stimmung hoch kocht, kann ein Gang zum Eheberater sinnvoll sein. Er hilft beiden Paaren, ihre Probleme zu analysieren und einen klaren Blick für die Situation wiederzuerlangen. Streit in Partnerschaften läuft meistens nach einem stereotypen Schema ab: der eine Partner fühlt sich ungerecht behandelt, was zu Vorwürfen führt. Der andere Partner reagiert emotional , und ebenfalls mit Vorwürfen. Schließlich lenkt er ein, so dass die negative Haltung von Partner A sogar gerechtfertigt und unterstützt wird – da Partner A damit Erfolg hatte, wird er sich beim nächsten Anlass dementsprechend ähnlich verhalten, also eine negative Reaktion bei Partner B vorweg nehmen – und damit provozieren. Zu lernen, dem Partner eine positive Reaktionsmöglichkeit anzubieten, ist ein Schritt aus diesem Teufelskreis, den die wenigsten Paare allein gehen können. Es fehlt an Analyse und Selbstreflektion.

Was ist wichtig beim Gang zum Eheberater?

Eigentlich nur der beidseitige Wille, die eigenen Probleme zu lösen. Je eher beide Partner bereit sind, auch eigene Fehler einzusehen und nicht ausschließlich die Schuld beim anderen zu suchen, wird die Paartherapie gelingen. Für viele Paare ist es eine große Erleichterung, ihre Eheprobleme unter Anleitung und Begleitung eines geschulten Psychologen zu klären und zu lösen. Ein Eheberater hat den enormen Vorteil, völlig neutral zu sein, und damit unparteiisch. Es geht ihm nicht um die Frage, wer im Recht ist und wer im Unrecht. Sondern darum, einen gemeinsamen Weg zu finden, wieder zu gegenseitiger Kommunikation zu gelangen. Ebenso ist er darin geschult, die Situationsberichte beider Ehepartner zu analysieren – was wiederum wichtig ist, um beiden Partnern zu vermitteln, warum sie beim andern welche Reaktionen auslösen. Auch dieses Verständnis der eigenen Handlungsmuster ist wichtig für die Klärung der jeweiligen Ehekonflikte.

Wo kann ich einen guten Eheberater finden?

Viele Paare suchen erst eine Beratungsstelle auf , wenn der Druck bereits unerträglich hoch geworden ist. Dabei ist der Gang zum Eheberater kein Eingeständnis des eigenen Versagens, sondern bedeutet im Gegenteil einen aktiven Schritt, um die Probleme mit dem Partner in den Griff zu bekommen – wichtig ist nur, dass beide aktiv mitarbeiten. Eheberatung wird von Gemeinden und anderen Institutionen gefördert, da intakte Familien auch gesellschaftlich sehr wichtig sind. Adressen von Eheberatungsstellen sind bei den Gemeinden erhältlich, daneben gibt es ein breites Angebot in psychologischen Privatpraxen. Auch das Internet bietet heutzutage eine Fülle von Möglichkeiten, um sich über mögliche Problemlösungsstrategien zu informieren oder Eheberatungsstellen aufzusuchen. Hier hat man den Vorteil, dass man Beurteilungen lesen und sich vorab über die Methoden informieren kann.

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