Sex und Schlafprobleme
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Viele Menschen mit Herzproblemen scheuen sich davor, ein aktives Sexleben zu haben, da sie annehmen, dass sexuelle Aktivität das Herz noch zusätzlich belastet und weitere Probleme verursacht. Falls keine wirklich ernsthafte Herzerkrankung vorliegt und es der Arzt nicht anders empfohlen hat, so ist gegen Sex absolut nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Sex wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus.

Einem gesunden Menschen schadet Sex keinesfalls. Ein gesundes Sexleben trägt sogar dazu bei, Infarkten und anderen Herzerkrankungen vorzubeugen. Falls man aber doch Bedenken hat, dann sollte man sich vor Augen führen, dass die Anstrengungen, die man während des Sex aufbringt denen entsprechen, die man sowieso während des Alltags erlebt, sprich bei Spaziergängen, auf der Arbeit, beim Treppensteigen o.Ä. Wenn man es ohne große Mühe in den zweiten Stock schafft, dann wird man sicherlich während des Sex oder auch der Selbstbefriedigung umfallen.

Nach Herzinfarkt mit dem Arzt sprechen

Hat man aber schon einen Herzinfarkt erlitten, so ist es unumgänglich, sich mit dem Arzt zu beraten, wann man wieder sexuell aktiv werden kann. Üblicherweise wird empfohlen, eine Wartezeit von 8-10 Wochen einzulegen. Man sollte es aber aus Übervorsicht nicht übertreiben und unnötigerweise länger warten, da nach längerer Abstinenz das sexuelle Verlangen zu schwinden beginnt. Dann nehmen Menschen ebenfalls an, dass nach einem Infarkt eine „sicherere“ Stellung die ist, bei der die Frau oben ist. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass fast alle Stellungen gleich sicher sind bzw. dass Sie den Mann in gleicher Weise belasten.

Sex kurbelt den Kreislauf und stärkt das Herz

Viele Dinge werden fälschlicherweise einfach angenommen, manchmal aus Angst und Sorge um seine zukünftige Gesundheitssituation, aber manchmal auch einfach aus Mangel an Informationen über die Menschen verfügen. Wurde bspw. bisher angenommen, dass Sex das Herz von Herzkranken unnötig belastet und man ihm deswegen absagen sollte, so haben amerikanische Forscher nun festgestellt, dass der Geschlechtsverkehr den Ausschuss von Giften aus dem Körper unterstützt, den Kreislauf ankurbelt und den Herzmuskel stärkt. Der normale Puls beträgt zwischen 70 und 80 Schlägen pro Minute, wenn wir erregt sind, sind es 120 und wenn wir zum Orgasmus kommen, sind es ganze 180 Schläge pro Minute. Das ist eine hervorragende Übung für den Herzmuskel, der ein solches Training gut gebrauchen kann. Aus derselben Studie geht das Ergebnis hervor, dass Ausdauer- und Stärkungsübungen drei Mal die Woche mit einer Dauer von einer halben Stunde hervorragend sind, um das Herz zu stärken und sich für alle Altersgruppen eignen.

Regelmäßiger Sex wird daher sowohl Menschen empfohlen, die an Bluthochdruck leiden, an hohem Cholesterin und Diabetes. Auch wird eine allmähliche Einführung der sexuellen Aktivitäten nach einem Herz- oder Hirninfarkt empfohlen und das wirkt sich alles letztendlich auch positiv auf das Selbstbewusstsein aus.

Weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit

Es gibt noch eine ganze Palette an positiven Auswirkungen, die Sex sowohl auf Körper als auch auf den Geist haben kann. Zum einen hat eine weitere Studie gezeigt, dass regelmäßiger Sex das Risiko mindern kann, an Prostatakrebs zu erkranken. Hierbei wird von der Tatsache ausgegangen, dass die Prostata sich wie ein Schwamm verhält – wenn sie kontrahiert, wird sie völlig entleert und und so werden die Spermien davon abgehalten, sich da aufzuhalten. Derselbe Vorgang unterbindet auch die Entstehung von Entzündungen, Infektionen und Tumoren. Zum zweiten spielt auch das Vorspiel eine bedeutende Rolle und wirkt gesundheitsfördernd. Das Streicheln der Brüste einer Frau fördert die Produktion von Oxytocin, eines Hormons, dass das Brustkrebsrisiko mindert. Große Mengen des Hormons werden auch beim Orgasmus produziert. Schlussendlich ist Sex fast ein natürliches Zaubermittel bei Schlafproblemen. Nach zärtlichen Umarmungen wird bei den Männern ein Glückshormon freigesetzt, während sich Frauen fühlen, als hätten Sie Sedativa genommen.

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