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Masturbation, auch Selbstbefriedigung genannt, stellt eine Form der Autosexualität dar und ist die manuelle Stimulation der eigenen Geschlechtsorgane, die zum Orgasmus führt.

Wird oftmals verheimlicht

Obwohl Masturbation eine von den häufigsten Form sexueller Aktivitäten ist, wird darüber selten gesprochen. Sogar Paare in langjährigen sexuellen Beziehungen haben Hemmungen darüber zu reden. Diese Frage wird oft als peinlich empfunden. Falls es doch erwähnt wird, ist es oft negativ belegt, manchmal auch als Sünde betrachtet. Da Selbstbefriedigung nicht ausschließlich der Fortpflanzung dient, wurde sie von der Kirche als unnatürliches Verhalten abgelehnt. Es wurde behauptet, dass Masturbation verschiedene Krankheiten verursacht und die gesunde geschlechtliche Entwicklung der Jungen behindert.

Sämtliche Veröffentlichungen detaillierten die angeblichen gesundheitlichen und sozialen Gefahren der Masturbation. Es wurden auch moralische Argumente vorgebracht, da sie als nutzloses und egoistisches Vergnügen betrachtet wurde. Viele Mythen sind verbreitet, beispielsweise „vom Masturbieren wird der Penis krumm“. Sigmund Freud schrieb eingehend über die Masturbation und behauptete, dass sie natürlich ist und dabei hilft, um die eigene Sexualität zu entdecken.

Selbstbefriedigung ist ein ganz natürlicher Trieb

Selbstbefriedigung ist nicht pathologisch, und Auswirkungen auf die Häufigkeit von Krankheiten sind wissenschaftlich nicht bewiesen. Masturbation ist nicht schädlich, es ist eine normale Weise, um die persönliche Sexualität auszuleben. Sie ist ein Bedürfnis der Menschen, viele befriedigen sich selbst. Die ersten Erfahrungen mit der Masturbation machen die meisten als Kind. Bei Jugendlichen trägt es dabei, ihren eigenen Körper zu entdecken. Die Entdeckung der Sexualorgane ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Menschen. Verbote oder Strafen stören den normalen Entwicklungsprozess.

Als Kind wird die Masturbation unbewusst betrieben und später, beim Eintritt in die Pubertät bewusst erlebt. In Selbsterfahrung werden die eigenen Methoden entwickelt. Es geschieht auf ganz unterschiedliche Weise. Die Sexualorgane werden meistens mit den Fingern stimuliert, aber verschiedene Hilfsmittel können auch benutzt werden. Es gibt verschiedene Sexspielzeuge, die die Selbstbefriedigung unterstützen können. Mit Verwendung von Gleitmittel wie Pflanzenöl kann die Reizung verbessert werden. Technische Hilfsmittel wie Vibratoren und Dildos sind auch erhältlich. Puppen mit weiblichen oder männlichen Sexualmerkmalen werden auch hergestellt.

Alleine oder zu Zweit

Theoretisch ist auch die orale Selbstbefriedigung möglich, bei Männern heisst das Autofellatio, bei Frauen Autocunnilingus, aber nur ein sehr geringer Anteil der Bevölkerung kann es durchführen. Männer eher als Frauen. Die Zahl der Männer, die es versuchten, ist höher. Es kann auch ein Bestandteil sexueller Phantasien sein.

Auch als Sexpraktik gemeinsam mit dem Partner ist Masturbation beliebt. Viele mögen es, wenn sie den masturbierenden Partner beobachten dürfen. Es kann die sexuelle Erregung wesentlich steigern.
Es gibt keine Grenzen, wie oft man sich befriedigen darf, die Häufigkeit ist sehr unterschiedlich und hängt auch vom Alter ab. Jugendliche masturbieren öfter als Erwachene, manchmal mehrmals am Tag.
Die Selbstbefriedigung ist oft mit starken sexuellen Traum-Phantasien verbunden. Häufig erfolgt sie parallel mit dem Betrachten von erotischen Bilder oder Pornofilme. Erotische Musik oder ein warmes Bad können die Lustgefühle steigern.

Aber sie kann auch zur Sucht werden

Selbstbefriedigung wird erst als störend oder krankhaft beurteilt, wenn sie öffentlich eventuell zwanghaft ausgeübt wird oder eine Sucht darstellt. Jedes Suchtverhalten hat seine eigenen Risiken, die Sucht zur Masturbation ist keine Ausnahme. Menschen, die ihre Masturbationsgewohnheiten als Sucht einschätzen, können Selbsthilfegruppen ähnlich den Anonymen Alkoholikern aufsuchen.

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