Mythen über Frauen
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Frauen sind das schwächere und das sanftere Geschlecht, ja, das haben wir schon tausendfach gehört. Sie sollen viel romantischer sein und nach einem guten Orgasmus gibt es keine andere Option, als sich direkt zu verlieben. Was auch immer Sie über Frauen und deren Sexualität zu wissen glaubten, Sie lagen wahrscheinlich falsch. Diese Mythen verraten Ihnen, wo Sie falsch liegen.

Frauen sind eher monogamisch

Es wird immer angenommen, dass Frauen für monogame Beziehungen sind, ihre romantischen Vorstellungen immer in solch einer verwirklicht sehen, und dass das männliche Libido schuld daran ist, dass Männer eher polygam veranlagt sind. Weit gefehlt! Auch wenn Frauen sich eine Weile in einer monogamen Beziehung verwirklicht sehen, gibt es doch eine Zahl von Studien, die genau das Gegenteil belegen. Es ist nämlich so, dass Frauen sich, viel schneller als Männer, in einer monogamen Beziehung zu langweilen beginnen. Dies muss nicht unbedingt bedeuten, dass sie gleich nach einem andren Partner Ausschau halten oder sich in eine Affäre begeben, es bedeutet aber, dass sie viel schneller als Männer in einer Beziehung unzufrieden werden und beginnen, sexuelle Phantasien zu entwickeln oder sich anderweitig nach neuen sexuellen Reizen umsehen.

Frauen haben weniger sexuelles Verlangen als Männer

Ebenfalls wird angenommen, dass das männliche Libido stärker ausgeprägt ist, als das weibliche. Auch hier liegt man mit solch einer Annahme falsch. Männer haben mindestens genauso viel Interesse am Sex wie Männer, und es besteht auch die Möglichkeit, dass sie biologisch dazu vorprogrammiert sind, nach mehreren Sexualpartnern Ausschau zu halten. Es sind aber wieder die romantischen Konventionen, die die Frauen davon abhalten, und außerdem spielt auch die Verurteilung der Gesellschaft eine Rolle darin, dass sie sich eher scheuen, sich als sexuelle Wesen zu verwirklichen.

Frauen werden visuell nicht so schnell stimuliert wie Männer

Eigentlich ist viel eher das Gegenteil der Fall, nur, dass Frauen seltener darüber reden. Es ist sogar so, dass Frauen sehr heftig reagieren, wenn sie sich erotisches Material ansehen, das hat auch eine Studie belegt. Die Frauen sagten zwar, sie wären nicht überaus stimuliert gewesen, jedoch hat man an ihren Gehirnimpulsen genau dieselbe Reaktion wie bei den Männern feststellen können.

Frauen brauchen mehr Zeit, um erregt zu werden

Wir verbleiben noch eine Weile bei den Filmen mit erotischem Inhalt. In einer anderen Studie wurden Männern und Frauen wieder dieselben Filme vorgespielt und das Ergebnis war wieder gleich: sowohl die Frauen als auch die Männer waren innerhalb zehn Minuten vollkommen erregt. Die Sache ist aber, das die körperliche Erregung wenig mit dem emotionalen Wunsch nach Sex zu tun hat. Wenn wir aber beim Sex bleiben, so wird Frauen auch häufig nachgesagt, dass sie länger brauchen, um zum Orgasmus zu kommen. Dies mag zwar stimmen, wenn es um Geschlechtsverkehr geht, aber während der Selbstbefriedigung brauchen beide Geschlechter auch hier gleich lange.

Mit dem Alter sinken die Lust und die Libido

Es mag zwar sein, dass eine kurze Periode der Unlust auftritt, wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, da die körperlichen Veränderungen, die sie durchleben, sehr intensiv sind und sie einige Zeit brauchen , um sich an sie zu gewöhnen. Diese Tatsache aber ausgenommen, ist es Fakt, dass Frauen zwischen 30 und 40 Jahren viel mehr Lust und Verlangen nach Sex haben, als sie es in ihrem Teenager-alter hatten. In dem Alter genießen sie Sex auch mehr und die Chancen auf multiple Orgasmen sind so hoch wie nie.

Frauen verlieben sich wegen guter Orgasmen

Sowohl bei Frauen, als auch bei Männern, setzt ein Höhepunkt das „Liebeshormon“, Oxytocin, frei, doch gibt es keine Beweise dafür, dass dieses Hormon schuld daran ist, dass sich jemand verliebt.

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