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Sonntag, April 5, 2020

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    Wie nehme ich meinem Kind den Schulstress?

    Mittlerweile leiden immer mehr Kinder in Deutschland unter Schulstress. Klassenarbeiten, Termine am Nachmittag und auch der Streit mit Freunden oder Probleme in der Familie üben einen sehr großen Druck bei Kindern aus.

    Der ständig größere Leistungsdruck kann zu Konzentrationsproblemen führen, schlechten Noten, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Auch das Essverhalten der Kinder kann sich durch den Schulstress ändern.

    Was sind die Ursachen für den Stress bei Kindern?

    Nicht immer sind Klassenarbeiten oder zu viele Hausaufgaben die eigentliche Ursache für Schulstress. Der Grund kann auch im Umfeld der Familie liegen. Eltern wollen in der Regel das Beste für ihre Kinder. Sie setzen also sehr hohe Erwartungen, von denen viele Kinder einfach total überfordert werden. Die Angst zu versagen übt einen immer stärkeren Druck aus, dem die Kinder oftmals nicht gewachsen sind.

    Auch das Verhalten der Kinder in der Schule untereinander ist ein wichtiger Faktor. Die Fälle von Mobbing häufen sich. Kein Wunder also, wenn die Belastung für die Schüler zu groß wird, wenn sich die negativen Aspekte ansammeln und dadurch zu einem Problem werden.

    Mögliche Anzeichen für Schulstress

    • Keine Lust in die Schule zu gehen
    • Sozialer Rückzug
    • Verhaltensänderungen
    • Konzentrationsprobleme
    • Essstörungen
    • Schlechte schulische Leistungen
    • Häufige Kopfschmerzen
    • Schlafstörungen
    • Alpträume
    • Magenprobleme
    • Traurigkeit

    Auf diese Anzeichen sollten Eltern achten und sie als mögliche Warnsignale im Auge behalten. Stress wirkt sich nicht nur bei Kindern auf die Psyche und auf den Körper aus. Laut Statistiken leidet bereits jedes dritte Schulkind unter Lern- und Leistungsstörungen. Schulstress kann im schlimmsten Fall nicht nur zu einer Schulangst auswirken, sondern auch zu ernsten Depressionen und zur Schulverweigerung. Sehr viele Kinder stufen sich auch selbst als Versager ein.

    Wie geht man als Eltern damit um, dass das Kind nicht gerne zur Schule geht?

    Es ist wichtig, mit den Kindern immer einen engen Kontakt zu haben. Eltern sollten sich die Zeit für Gespräche nehmen und nach Problemen und Sorgen fragen. Auf keinen Fall sollte man Kinder noch mehr unter Druck setzen oder ihren Kummer als nebensächlich oder als normal einstufen. Kinder sind auf Motivation und Unterstützung angewiesen. Es bringt also nichts, wenn sie für schlechte schulische Leistungen bestraft werden, da dadurch der Teufelskreis noch viel größer werden kann. Es ist besser wenn man ihnen zeigt, dass sie selbstverständlich auch Fehler und Schwächen haben dürfen, die man dann gemeinsam überwältigen kann.

    Ein guter Kontakt zu den Lehrern kann ebenfalls sehr hilfreich sein. Nicht nur um eine bessere Einsicht in den aktuellen Leistungsstand zu haben, sondern auch um gegebenenfalls Nachhilfemöglichkeiten in Erwägung zu ziehen. Kinder sind auf Lob und Belohnungen angewiesen, deshalb ist Trost eine bessere Hilfe als Kritiken.

    Es ist sehr wichtig dem Schulstress auf den Grund zu kommen, denn es kann sein, dass die Kinder Streit mit den Freunden haben, gemobbt werden, oder an der Trennung von den Eltern leiden. Natürlich kann es auch sein, dass ein Kind in einer unpassenden Schule eingeschrieben wurde.

    Hat man als Eltern das Gefühl nicht weiterhelfen zu können, dann ist es ratsam sich an Schulpsychologen und Sozialpädagogen zu wenden. Die Fachleute können dann auch gegebenenfalls feststellen, ob das Kind durch eine falsche Schulwahl überfordert ist, es Förderunterricht benötigt, oder einfach nur mehr Aufmerksamkeit braucht.

    Kinder benötigen zu Hause im Alltag einen sicheren Rahmen und feste Regeln. Um unnötigen Stress zu vermeiden ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder rechtzeitig an das Erledigen der Hausaufgaben erinnern. An das Lernen für vorstehende Prüfungen und  dafür sorgen, dass sie auch zeitig schlafen gehen.

    Freizeitaktivitäten sind sehr wichtig und sollen selbstverständlich auch Spaß machen. Diese sollten aber keinen weiteren Zeitdruck ausüben. Kinder brauchen unbedingt auch Zeit für sich, also um sich zu entspannen und zur Ruhe zu finden. Ansonsten sind sportliche Aktivitäten optimal, um Stress und Aggressionen abzubauen.

    Kinder können in der Regel nur ausgeglichen sein, wenn sie Zuhause oder in ihrem näheren Umfeld ein gutes Beispiel vor sich haben. Wenn es also im Familienleben hektisch zugeht und man keine Zeit für sich selbst oder die Kinder hat, dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn Kinder unter der zunehmenden Last leiden müssen. Gemeinsame Aktivitäten innerhalb der Familie baut Vertrauen auf. Hat man nicht viel Zeit dafür, dann kann man die Gemeinsamkeit durch gemeinsames Kochen oder andere Teamarbeiten unterstützen.

    Ansonsten kann Stress durchaus auch seine positiven Seiten haben, da Kinder dadurch schon frühzeitig lernen mit ihren individuellen Pflichten und Verantwortungen auszukommen. Werden die Kinder im Elternhaus in ihren Fähigkeiten unterstützt, dann wissen sie in der Regel auch, dass sie sich jederzeit an die Eltern wenden können, wenn sie Probleme haben oder wenn sie sich überlastet fühlen.

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