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Sonntag, April 5, 2020

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    Der richtige Impfschutz für mein Kind

    Impfen ist mittlerweile ein kontroverses Thema, so dass man sich zwangsläufig die Frage stellen muss, warum man die Kinder überhaupt noch impfen lassen sollte. In Deutschland besteht keine Impfpflicht, weshalb die Eltern selbst entscheiden müssen, ihre Kinder impfen zu lassen oder nicht. Impfungen haben das Ziel Infektionskrankheiten auszurotten, weshalb Kinderlähmung beispielsweise nur noch in Entwicklungsländern vorhanden ist. Experten sind der Meinung, das mit einer niedrigen Impfbereitschaft auch die Erreger der Infektionskrankheiten durch Fernreisende wieder eingeführt werden können.

    Die Angst vor Impfschäden nimmt allerdings anhand von negativen Berichten überhand, aber welche Impfungen sind überhaupt Pflicht und welche stehen auf der umstrittenen Liste?

    Welche Impfungen sind Pflicht, welche umstritten?

    Impfungen sind mittlerweile freiwillig, es gibt zumindest in Deutschland keine Pflichtimpfungen. Eltern sind deshalb vor eine wichtige Entscheidung gestellt. Krankheitskeime breiten sich auf jeden Fall stärker bei nicht geimpften Kindern aus, es besteht sogar die Gefahr, dass durch Nichtimpfungen Seuchen wieder auftreten können. Impfungen sollten laut den Ärzten schon im frühen Lebensalter stattfinden um das Kind rechtzeitig vor Infektionskrankheiten zu schützen.

    Empfohlene Impfungen sind der Schutz gegen

    • Tetanus und Diphterie
    • Hepatitis B
    • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
    • Rotaviren
    • Haernophilus Influenza
    • Masern
    • Menigokokken C
    • Mumps und Röteln
    • Pneumokokken
    • Grippe oder Influenza
    • HPV (humane Papillomviren)
    • Windpocken

    Fehlende Impfungen sollten, wenn möglich, nachgeholt oder im Fall von Erwachsenen aufgefrischt werden.

    Zu den umstrittenen Impfungen gehört u.a. der Schutz gegen Grippe und Influenza, aber auch die Impfungen gegen Masern, Menengitis und Röteln sind sehr umstritten. Wichtig sind auf jeden Fall die Standardimpfungen, darunter versteht man den Schutz gegen Diphterie, Haemophilus, Keuchhusten, Poliomyelitis und Tetanus.

    Nicht nur jedes Kind, sondern auch jeder Mensch ist individuell und von zahlreichen genetischen Faktoren abhängig. Es ist deshalb sinnvoll, die Termine der Impfungen zu terminieren, damit der Organismus auch wirklich in der Lage ist, die Impfungen gut zu vertragen. Ein Kinderarzt sollte deshalb erst einmal die individuelle Impftauglichkeit überprüfen.

    Wann sollte ein Kind nicht geimpft werden?

    Der richtige Zeitpunkt zum Impfen spielt eine wichtige Rolle. Kinder sollten NICHT geimpft werden wenn sie unter einer Infektionskrankheit leiden, wenn sie Medikamente einnehmen, die das Immunsystem schwächen (z.B. Cortison), oder auch wenn es hohes Fieber haben. Eine exakte Antwort auf diese Frage sollte der Kinderarzt geben, aber wenn das Kind generell ein geschwächtes Immunsystem hat, dann muss beispielsweise eine individuelle Entscheidung getroffen werden. Auch im Falle von Operationen ist es fraglich, ob eine Impfung in diesem Fall notwendig ist. Ansonsten können Kinder mit Allergien oder leicht erhöhter Temperatur durchaus geimpft werden.

    Warum sind Impfungen überhaupt so wichtig?

    Damit ein Körper auch wirklich die benötigten Antikörper gegen Krankheiten entwickeln kann, muss er darauf trainiert werden. Deshalb ist ein zuverlässiger Impfschutz von einem Terminkalender abhängig. Eine sogenannte Grundimmunisierung der Kinder sollte bis zum 2. Lebensjahr beendet sein und im Alter von 6 Wochen starten. Nicht in jedem Fall halten die Impfungen lebenslänglich, weshalb auch Erwachsene sich gegebenenfalls gegen Diphterie, Keuchhusten und Wundstarrkrampf impfen lassen sollten. Auffrischungsimpfungen haben deshalb ihre eigenen Impfpläne und Richtwerte was die Zeit angeht. Gegebenenfalls gibt auch ein aktuelles Blutbild gute Auskunft darüber, ob eine Impfung notwendig ist oder nicht.

    Die Kindermedizin erfordert eine sehr hohe Verantwortung. In den meisten Fällen kennen die Eltern ihr Kind viel besser wie der Arzt. Es ist deshalb sehr viel Fingerspitzengefühl notwendig um die Kinder fachgerecht zu betreuen, da sie auf keinen Fall verallgemeinert werden können. Nicht umsonst ist die Frage nach den richtigen Impfungen der Kinder eine individuelle Angelegenheit, die mit den Eltern besprochen werden sollte, um unnötige Schäden zu vermeiden.

    Grundsätzliche Immunisierunge sollten, wenn möglich, frühzeitig erledigt werden und bis spätestens zum zweiten Lebensjahr abgeschlossen sein, da in der frühen Kindheit die Gefahr von Infektionskrankheiten besonders groß ist. Fehlende Impfungen kann der Arzt durch die notwendige Dokumentation überprüfen und gegebenenfalls auch nachholen.

    Auf einen Mindestabstand der Impfungen ist zu achten, um das Immunsystem nicht unnötig zu gefährden. Empfehlenswert ist ein Abstand von ca. 6 Wochen zwischen der letzten Impfung. Der Kinderarzt ist für die Impfaufklärung zuständig. Wer vor hat (mit oder ohne Kinder) eine Reise ins Ausland anzutreten, sollte auf jeden Fall dem Kinderarzt Bescheid geben und sich auch nach den internationalen Gesundheitsvorschriften erkundigen, falls bestimmte Indikationsimpfungen notwendig sind.

    Bei der Überlegung ob man Kindern unnötigen Impfungen aussetzen sollte, ist es wichtig auch an die Familie zu denken. Sind noch weitere Kinder im Haushalt vorhanden so kann es leicht möglich sein, dass sich die Geschwister im Falle von Keuchhusten, Diphterie oder Tetanus leicht anstecken können, wenn sie zu dem Zeitpunkt der Krankheit nicht geimpft sind, oder wenn es sich um Neugeborene handelt. Die Folgen können tödlich sein.

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