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Ob eine Eheberatung von Nutzen ist oder nicht, entscheidet das Paar selber. Erstens müssen beide Partner einsehen, dass in ihrer Beziehung etwas schief läuft. Zweitens müssen beide Partner gestehen, dass bei Auseinandersetzungen immer beide die Schuld daran tragen. Die Partner sollten dann Mut und Zeit dafür finden, Probleme aufzudecken, diese richtig zu interpretieren und potentielle Lösungsansätze herauszusuchen.

Meistens probieren dann die Partner verschiedene Dinge aus, um die Beziehung zu retten. Manchen gelingt das, andere geraten leider in eine Falle. Wenn zwei nicht weiter wissen, hilft am besten ein Dritter. Es ist dabei sehr wichtig, dass man dazu bereit ist, sich einer neutralen Person anzuvertrauen und keine Scheu davor hat, einem Berater sein Herz auszuschütten. Wer im Vorfeld bereits davon überzeugt ist, dass eine solche Beratung nichts bringt, darf keine Wunder erwarten. Als erste Voraussetzung für eine partnerschaftliche Beratung gilt, dass beide Partner in die Beratungen einbezogen werden. Eine Beratung wird immer „ergebnisoffen“ begonnen und fortgesetzt.

Das Ende einer Beratung ist immer offen

Es obliegt dem Paar, sich während des ersten Beratungsgesprächs die Ziele zu setzen. Die Aufgabe des Beraters besteht dann unter anderem darin, abzuwägen, ob diese Ziele realistisch sind oder nicht. Auf keinen Fall sollte man sich in kurzer Zeit zu viel zumuten, denn dann ist man nur enttäuscht, wenn es nicht so läuft, wie man es gerne hätte. Eine Eheberatung sollte über einen längeren Zeitraum (idR 6-12 Monate) stattfinden, wenn sie zu irgendeinem brauchbaren Ergebnis führen sollte. Manche finden das Ergebnis auch schneller. Bei einer guten Beratung ist immer das Ende offen, sie hat also nicht zum Ziel, das Paar wieder zusammenzubringen, sondern das für beide beste Ergebnis herauszuarbeiten, das kann auch eine Trennung sein. Statistisch gesehen, trennen sich ca. 50% der beratenen Paare innerhalb eines Jahres nach Ende der Beratung. Ein neu entwickeltes Beratungskonzept kommt nach ersten Untersuchungen auf eine Quote von nur noch 33%, Langzeitstudien gibt es dafür aber noch nicht so viele.

Erfahrungen anderer können eine Hilfe sein

Grundsätzlich ist eine Beratung sinnvoll, denn in der Regel gibt es eingefahrene Verhaltensmuster in einer Beziehung, die das Paar eigenständig nur in wenigen Fällen wirklich durchbrechen kann. Da die Praxisbeispiele sämtliche Fälle abdecken, die einem Berater bisher in seiner Coaching-Arbeit begegnet sind, wird man seine individuelle Situation mit Sicherheit wiederfinden und man kann so von den Erfahrungen profitieren, die Menschen mit einem ähnlichen Hintergrund gesammelt haben. Man bekommt somit ganz konkrete und detaillierte Ratschläge und Vorgehensweisen, was sich in genau solcher Situation als besonders effektive Vorgehensweise herausgestellt hat. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, von den Erfahrungen der Leute zu lernen, die in einer ähnlichen Situation waren und die genau wissen, was funktioniert und was nicht.

Innere Einstellung ist sehr wichtig

Wie die Erfahrung immer wieder gezeigt hat, ist neben dem Wissen über die richtige Strategie und Vorgehensweise die innere Einstellung ganz entscheidend für den Erfolg. Was nützen die besten Ratschläge der Welt, wenn man aufgrund von Traurigkeit, Liebeskummer oder gar Depression nicht genügend Motivation aufbringen kann, diese auch auf die richtige Weise in die Tat umzusetzen? Jede Paartherapie strebt die Lösung partnerschaftlicher Probleme an und zeigt Hilfesuchenden auf, wie sie ihre Lebenspartnerschaft bestmöglich gestalten und das eigene Ich in Balance bringen können.
Eine erfolgreiche Eheberatung bringt die beiden Partner ein gutes Stück näher, damit sie zumindest das nötige Rüstzeug mit auf ihren Weg bekommen.

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