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Die Hochzeit – der wohl schönste Tag im Leben zweier Menschen. Doch mit ihm einher geht auch eine lange Planungsphase. Location, Dekoration, Flitterwochen u. v. m. müssen bereits lange vor der eigentlichen Hochzeit organisiert werden.

Eine groß angelegte Studie hat nun über 1.500 Studienteilnehmer befragt und gibt Einblick in unterschiedliche Aspekte von deutschen Hochzeitspaaren. Erfahren Sie mehr zur Partnerschaft, Hochzeitsfeier, Kosten, Trends und vielen weiteren spannenden Themen!

Vom Kennenlernen bis zum Ja-Wort

Partnerschaft

Die meisten Paare lernen sich über Freunde kennen (26 %). Gleich an zweiter Stelle folgt das Kennenlernen über Internetplattformen oder Dating-Apps (18 %), dicht gefolgt vom Arbeitsplatz (15 %). Besonders im mittleren Alter steigt die Zahl derer, die über Internetplattformen und Dating-Apps zueinander finden, rapide an. Ab der Altersgruppe 40+ haben sie damit das Kennenlernen über Freunde sogar überholt und stehen mit 22 % an der Spitze.

Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede. Die Berliner sind besonders internetaffin. Ganze 33 % der Befragten aus der Hauptstadt lernen sich über Dating-Plattformen kennen. In Mecklenburg-Vorpommern steht ebenfalls mit 33 % das Kennenlernen über die Arbeit an der Spitze. Aber auch die Sandkastenliebe ist nicht ausgestorben. Immerhin 1 % der Pärchen haben sich bereits im frühen Alter gefunden.

Auch Gleichgeschlechtliche Paare geben zu 29 % an, sich durch Dating-Apps lieben gelernt zu haben. Hier steht diese Art des Kennenlernens insgesamt an der Spitze.

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Antrag

Wenn es um den Heiratsantrag geht, sind die Deutschen konservativ geblieben. In 80 % der Fälle bittet der Mann um die Hand seiner Frau. Damit ist die Zahl in den letzten drei Jahren konstant geblieben. Der Antrag findet meist zu Hause (40 %) oder im Urlaub (32 %) statt.
Ganze 15 % haben sich an einem ganz besonderen Ort oder auf ungewöhnliche Weise verlobt. Einige Varianten des Antrags sind durchaus überraschend:

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Die meisten Deutschen geben sich aus Liebe das Ja-Wort (96 %). In Mecklenburg-Vorpommern sagen sogar 100 % der Befragten, sie hätten Ihren Partner aus Liebe geheiratet. Die Saarländer geben die Tradition mit 81 % als Hauptgrund für eine Heirat an. Ein Drittel der Bayern heiraten außerdem aus religiösen Gründen.

Die Hochzeit

Trauung

Die meisten Paare (95 %) lassen sich standesamtlich trauen. Vor Gott in der Kirche sagen 37 % „Ja“ zueinander. Aber auch freie Trauungen sind im Kommen. Immerhin 9 % der Studienteilnehmer ließen einen freien Redner die Zeremonie durchführen.

Die Trauung fand größtenteils im mittleren Kreis mit 26-50 Personen statt. Sehr kleine Hochzeiten mit unter 50 Personen sind mit 12 % eher selten. Sehr große mit über 200 Gästen mit 1 % noch seltener.

Das beliebteste Gastgeschenk zur Trauung ist meist Geld. 90 % der Befragten bekamen Geldgeschenke und hatten dies zu 63 % auch ausdrücklich an die Gäste kommuniziert. 1 % gaben sogar an, sich von ihren Gästen Spenden für einen guten Zweck gewünscht zu haben.

Hochzeitstraditionen

Was wäre der große Tag, ohne ihn angemessen durch Traditionen zu würdigen? Zwar tragen nur 17 % der Bräutigame ihre Braut über die Schwelle, dafür gaben 81 % der Männer an, das Hochzeitskleid der Braut vorab nicht gesehen zu haben.

Übrigens gaben über die Hälfte der Befragten an, es sei ein echtes No-Go, wenn ein Gast im weißen Kleid erscheint. Diese Farbe ist eindeutig der Braut vorbehalten!
Motto, Stil & Location

Die meisten Paare feiern ihre Hochzeit gerne in einem Restaurant bzw. Gasthaus (37 %). 22 % mieten lieber eine eigene Eventlocation. Die Räumlichkeiten werden meist ganz klassisch elegant (29 %) geschmückt. Auf Platz zwei und damit stark im Kommen ist momentan der Vintage/Boho Trend. Von den Studienteilnehmern richteten 19 % Ihr Motto danach aus. Eine Steigung von 5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Finanzierung & Kosten der Hochzeit

Die meisten Paare stemmen die Kosten ihrer Hochzeit selbst (83 %). Da das aber nicht immer möglich ist, nehmen 4 % einen Kredit dafür auf. Die Kosten belaufen sich dabei um die 5.000 – 10.000 € oder 10.000 – 15.000 € für rund ein Viertel der Befragten. Auch hier gibt es regionale Unterschiede. In Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland ist man mit 1.000 – 5.000 € besonders sparsam.

Hier können Sie sich ein Bild der Kostenverteilung der jeweiligen Bundesländer machen:

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Den höchsten Kostenfaktor nehmen dabei Essen und Getränke ein. Für das Hochzeitskleid lassen die Deutschen immerhin 500 – 2.000 € (60 %) springen. Dafür wird es von 77 % nach der Hochzeit unverändert aufbewahrt. Nur 6 % verkaufen es hinterher. Aber auch der Bräutigam kommt nicht zu kurz. Der Anzug befindet sich bei 53 % in der gleichen Preisspanne.

Flitterwochen

Ein Drittel der Deutschen fahren nicht in die Flitterwochen! Ganze 32 % verzichteten darauf. Und wenn sie verreisen, geht es nicht weit weg. Fast die Hälfte (44 %) bleiben in Europa, 16 % sogar in Deutschland.

Sie wollen noch mehr Informationen zur Heirat in Deutschland? Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf www.kartenmacherei.de.

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