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Freitag, März 27, 2020

Das Geheimnis langer und glücklicher Ehen

Wer eine Partnerschaft eingeht, möchte natürlich auch, dass es ein Leben lang hält. Aber viele gehen manchmal mit falschen Vorstellungen und einer rosa Brille...
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    Beziehungskiller Schnarchen – So vermeidet man unnötigen Stress

    Schnarchen ist meist nur für einen störend: denjenigen, der daneben liegt und die Geräuschentwicklung ertragen muss. Wenn nebenan im Bett permanent geschnarcht wird, kann von erholsamem Schlaf und federleichtem Einschlafen oft keine Rede sein.

    In extremen Fällen kann die Lautstärke des Schnarchens 90 Dezibel erreichen. Das ist ungefähr so laut, wie wenn ein LKW am offenen Fenster vorbeifährt. Allerdings hat man herausgefunden, dass die Lautstärke gar nicht so sehr den störenden Faktor darstellt, sondern viel mehr die Dauer. Je länger und penetranter das Schnarchen andauert, umso störender ist es.

    Die Partner der Schnarcher erhalten dadurch weniger erholsamen Schlaf, was zu Abgeschlagenheit und Tagesschläfrigkeit führen kann. Auch morgendlicher Kopfschmerz kommt beispielsweise in einem ähnlichen Ausmaß bei nicht schnarchenden Partnern wie bei den Schnarchern selbst vor. Hinzu kommt das persönliche Dilemma, wie mit dem Schnarcher umzugehen ist. Soll man ihn aufwecken oder schlafen lassen; die Konfrontation suchen oder lieber ignorieren; ins Gästezimmer flüchten oder im gemeinsamen Bett ausharren?

    Schnarchen kann Beziehungsstress verursachen

    In jeder sechsten Partnerschaft ist das Schnarchen eine Ursache für Streit, Beziehungsprobleme und persönlichen Stress. Meistens allerdings indirekt, denn wenn man schlecht schläft, ist man müder, abgeschlagener und schlecht gelaunt. Das wiederum kann im täglichen Beziehungsleben eine ziemliche Belastung darstellen. Wenn die Partner ständig gereizt und schlechter Laune sind, können schon Nichtigkeiten einen Auslöser für Streit darstellen.

    Doch das Schnarchen an sich kann Probleme für die Zweisamkeit mit sich bringen. Wenn man weiß, dass der Partner auch diese Nacht mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder schnarchen wird, fällt Vorfreude auf das gemeinsame Bett schwer. Für viele kommt es aber auch nicht in Frage, auf die Couch oder ins Gästezimmer umzuziehen, um sich ein Paar ruhige Stunden zu gönnen.  Schließlich gilt das gemeinsame Bett noch immer als Ausdruck der partnerschaftlichen Verbundenheit. Und tatsächlich konnte herausgefunden werden, dass die Schlafqualität subjektiv nicht als besser empfunden wird, wenn man im Gästezimmer schläft. Tatsächlich finden viele, dass sie alleine schlechter schlafen, weil der vertraute Körper nicht an der Seite ist.

    Man sollte es sofort ansprechen

    Es gibt also eine Reihe von belastenden Faktoren für eine Beziehung, in der das Schnarchen die Nachtruhe dominiert. Die Probleme reichen von schlechter Stimmung und Streit über Ignoranz und Inakzeptanz, getrennten Betten und Flaute im Sexualleben bis hin zur Trennung oder Scheidung. Doch soweit muss und sollte es nicht kommen. Und wenn man durch das Schnarchen des Bettnachbarn nicht genügend Schlaf findet, kann dies auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Deshalb ist es nicht sinnvoll, zu versuchen, den Lärmpegel von Nebenan dem Partner und dessen tiefen Schlaf zu liebe auszuhalten. Deshalb gilt: egoistisch sein!

    Natürlich gibt es auf den ersten Blick einfache Möglichkeiten, um sich selbst Linderung vom Schnarchen des Partners zu gönnen. Das Bett zu verlassen oder getrennte Betten vorzuschlagen sollte allerdings nur die letzte Option sein, denn dies belastet die Beziehung ernsthaft. Ohrstöpsel Dämpfen das Geräusch. Zur kurzfristigen Entlastung kann man versuchen, die Position des Partners zu verändern oder Ihn zu wecken. Doch dies stört zum Einen den gesunden Schlafrhythmus des Bettpartners, zum Anderen ist nicht gesagt, dass das Schnarchen nicht nach einigen Minuten wieder von Neuem beginnt.

    Wie man das Problem gemeinsam angeht

    Die beste und erwachsenste Methode ist sicherlich, den Partner offen auf das nächtliche Problem anzusprechen und dann gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Doch hierbei ist Fingerspitzengefühl gefragt. Denn nicht jeder ist begeistert darüber, dass das Schlafen an seiner Seite nicht erholsam und kaum erträglich ist. Manche sind auch komplett beratungsresistent – getreu dem Motto: “Ich habe noch nie gehört, dass ich schnarche!” Damit aus gut gemeinter Kritik kein Streit empor wächst, hier einige Vorschläge, wie Sie ihrem Partner klarmachen, dass sein Schnarchen Sie erheblich stört, und dass dagegen etwas getan werden muss:

    • Machen Sie Ihrem Partner klar, wie sehr sein Schnarchen sie belastet. Sagen Sie ihm, dass Sie sich nicht mehr erholt fühlen und kaum noch richtig schlafen können. Sollte er Ihnen nicht glauben, können Sie versuchen, den Geräuschpegel nachts aufzunehmen.
    • Erklären Sie ihm, dass Sie viel lieber an seiner Seite schlafen wollen, als wegen des Schnarchens ein anderes Bett aufsuchen zu müssen.
    • Verdeutlichen Sie, dass sein Schnarchen langfristig Ihre Gesundheit beeinträchtigen kann. Schließlich fehlt Ihnen ein erheblicher Teil Ihres gesunden Schlafs.
    • Sagen Sie ihm, dass Sie auch um seine Gesundheit besorgt sind. Denn hinter dem Schnarchen kann sich ein Schlafapnoe-Syndrom verstecken. Aber auch langjähriges habituelles Schnarchen kann im schlimmsten Fall in ein solches OSAS umschlagen. Vor allem, wenn Sie zwischen dem Schnarchen immer wieder Atemaussetzer bemerkt haben, haben Sie hier ein gutes Argument.
    • Machen Sie konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Situation. Zum Beispiel könnten Sie gemeinsam einen Fragebogen zur Schlafdiagnostik im Internet ausfüllen. Neben den allgemeinen Fragebögen, die nur zwischen habituellem Schnarchen und OSAS unterscheiden, gibt es seit Kurzem auch solche, die individuelle Vorschläge für mögliche Anti-Schnarch-Methoden anbieten.
    • Suchen Sie gemeinsam nach einem geeigneten Hilfsmittel, dass bei ihrem Partner das Schnarchen verlässlich kontrolliert.
    • Schlagen Sie gegebenenfalls sanfte Allgemeinmaßnahmen vor, wie zum Beispiel vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr zu trinken, oder sich gesünder zu ernähren und Sport zu treiben. Solche Maßnahmen funktionieren am besten, wenn man Sie gemeinsam in Angriff nimmt.
    • Schlagen Sie einen Arztbesuch vor, wenn Sie auf eigene Faust nicht zum Erfolg kommen sollten

    Übrigens: die Damen der Schöpfung sind als Schnarcherinnen nicht zu unterschätzen. Junge Frauen schnarchen zwar relativ selten. Nach dem 45. Lebensjahr steigt der Anteil der schnarchenden Damen jedoch rasant an. Dann sind es immerhin 40 Prozent. Es wundert also nicht, dass sich auch die Herren über nächtliche Ruhestörung beschweren.

    jan wrede

    Der Gastbeitrag wurde verfasst von Jan Wrede
    Jan Wrede studiert seit Oktober 2010 Humanmedizin in Erlangen und absolviert derzeit sein Praktisches Jahr, um dann im November 2016 sein Studium abzuschließen. Seit 2013 schreibt Jan Texte und Artikel für Somnishop zu medizinischen Themen, wo Sie weitere Informationen zum Thema Schnarchen finden. Dabei bearbeitet er unter Anderem die Themen Schnarchen und Schlaf, sowie Venenleiden und fußorthopädischen Beschwerden.
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