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Eine Essstörung ist in der Regel mit sehr vielen negativen Gefühlen in Bezug auf die Nahrungsaufnahme verbunden. Als zentrales Symptom steht das dauernde Denken um Essen und um das aktuelle Körpergewicht.

Zu den unterschiedlichen Essstörungen zählen die Bulimie, die Anorexie oder Magersucht, die Fettsucht, sowie auch die Binge Eating Disorder. Es spielt im Prinzip keine Rolle, unter welcher Art von Essstörung man leidet, wichtig ist, sich über die körperlichen Folgeschäden bewusst zu sein und sofortige Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Welche Folgeerscheinungen hat eine Essstörung?

Die Folgeschäden von Essstörungen können leider sehr gravierend sein. Typische Begleiterscheinungen sind beispielsweise depressive Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Angstzustände, Substanzmissbrauch und andere Suchterkrankungen, selbstverletzende Verhaltensweisen und Suizidalität. Magersucht kann zu ausbleibender Regelblutung und zu einem gestörten Hormonhaushalt führen, zu Mangelernährung oder Unterernährung, sowie natürlich auch zu einem deutlichen Muskelschwund und schweren Magen- und Darmerkrankungen. Auch ist man bei Magersucht durch den stark geschwächten Körper viel anfälliger für Infektionen. Bulimie hingegen führt zu Zahnschäden, Entzündungen an der Speiseröhre, sowie zu einem gestörten Elektrolyt-Stoffwechsel, was im schlimmsten Fall sogar zu Herzversagen führen kann.

Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, ärztliche Hilfe bei Essstörungen in Anspruch zu nehmen. Wie schwer die eigentlichen Folgeschäden sind, hängt natürlich in erster Linie davon ab, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Übrigens kann es bei schweren Essstörungen auch zu einem auffälligen und ungewöhnlichen sozialen Verhalten führen. Die von dieser Krankheit betroffenen Personen können beispielsweise Geld oder Lebensmittel stehlen, um Essen oder Mittel für ihre immer häufiger auftretenden Anfälle kaufen zu können. Ansonsten können Menschen mit Essstörungen aggressiv, launisch und auch sehr widersprüchlich sein, ohne es selbst zu merken.

Rat und Hilfe bei Essstörungen

Hat man selbst schon bemerkt, dass das eigene Essverhalten gestört ist, dann wird es Zeit, die ersten Schritte zu tun. Es liegt auf der Hand, dass es bei vorhandenen Essstörungen einfach nicht mehr so weiter gehen kann und dass man dringend etwas unternehmen sollte. Der erste Schritt wird erreicht, indem man sich jemanden anvertraut. Das können beispielsweise die Eltern sein, eine Freundin, der Partner oder auch ein Vertrauenslehrer in der Schule. Wichtig ist, die Essprobleme nicht zu bagatellisieren und sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Selbstvorwürfe halten nur auf und tragen auch überhaupt nicht zur Lösung bei. Die Schuld an Essstörungen spielt überhaupt keine Rolle. Wer sich nicht an den Hausarzt wenden will, kann sich auch anonym an die zahlreich vorhandenen Beratungsstellen wenden. In der Regel ist die professionelle Beratung sogar kostenlos, so dass sich beispielsweise Jugendliche auch ohne ihre Eltern problemlos an diese Institutionen für Essstörungen wenden können.

Wichtig ist allerdings erst einmal festzustellen, inwiefern die Gesundheit bereits unter den gegebenen Essproblemen leidet. Es kann also durchaus notwendig sein, sich einem ärztlichen Gesundheitscheck auszusetzen. Beratungsangebote findet man jederzeit im Internet, auch nützliche Telefonnummern, an die man sich mit der Bitte um Hilfe wenden kann. Zu den ersten Schritten aus einer Essstörung heraus zählen also nicht nur das Eingestehen an dieser Krankheit zu leiden, sondern auch die vorhandene professionelle Hilfe wirklich in Anspruch zu nehmen.

Wie kann ich mir selbst helfen?

Man kann auch sehr viel selbst zur eigenen Heilung bei Essstörungen beitragen. Nützlich ist beispielsweise, wenn man sich ausführlich Zeit zum Essen nimmt und sich bewusst auf die Nahrungsaufnahme konzentriert. Es ist ratsam, wieder regelmäßig und vor allem gesund zu essen. Langsames und gutes kauen trägt ebenfalls zu einem besseren Essverhalten bei. Selbstverständlich ist es ratsam, beim Essen Streitgespräche mit der Familie zu vermeiden. Auch lesen oder fernsehen bei den Mahlzeiten ist nicht empfehlenswert. Gedanken rund um das Gewicht, sollten wenn möglich, so gut wie möglich vermieden werden. Es geht bei den ersten Schritten aus Essproblemen vorwiegend darum, wieder auf die Körpersignale zu achten, dass bedeutet, dass man bei Durst unbedingt trinken soll und bei Müdigkeit Schlaf den Vorzug gibt. Es ist notwendig, sich mit dem eigenen Körper besser anzufreunden, egal, ob man sich für zu dick oder zu dünn hält. Die Figur spielt absolut keine Rolle, wenn es um Gefühle von anderen geht. Sozialer Anschluss kann sich bei Essstörungen ebenfalls positiv auswirken, vor allem dann, wenn man gelernt hat, seinen Körper zu lieben. Hilfsangebote von der Familie oder auch von Freunden können deshalb durchaus gerne angenommen werden. Übrigens fällt es Männern viel schwerer als den Frauen, sich einzugestehen, an Essstörungen zu leiden.

Ansonsten trägt auch die eigene Einstellung und der Wunsch gesund zu werden, mit am deutlichsten zur Genesung bei. Je weniger Probleme man sich über die Figur macht, desto besser. Gegebenenfalls ist es auch nützlich, sich einfach nur mit anderen interessanten Aktivitäten zu beschäftigen. Entspannungstechniken beispielsweise helfen nicht nur den Stress abzubauen, sondern sie lenken auch von allen Arten von Problemen ab.

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